Bikes, Tech & Zubehör

Messerundgang: die Urban Bike Neuheiten der Eurobike 2022

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Alles neu und doch vertraut: zum ersten Mal schlägt die Fahrradmesse Eurobike ihre Zelte in Frankfurt am Main auf, nachdem man sich im letzten Jahr vom Messestandort Friedrichshafen verabschiedet hat.

Mit dem neuen Standort will die Eurobike zugänglicher werden, was allein schon durch die zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung erreicht wird. Sicherlich auch ein Grund, weshalb einige bekannte Marken nun wieder auf der Messe vertreten sind, deren Namen man in den Vorjahren vergeblich im Ausstellerverzeichnis suchte.

Doch nicht nur die großen Namen locken dieses Jahr auf die Messe – auch die Produktinnovationen sind diesmal zahlreich und geben auch dadurch der Messe wieder etwas mehr an Bedeutung zurück.

Neue Motoren und Schaltungen

Im Zentrum der Innovationen steht in diesem Jahr sicherlich das Thema Antrieb und Gangschaltung bzw. Getriebe. So gibt es zwei neue Nabenschaltungen von Bafang und 3×3, Valeo zeigt die serienreife Kombination aus E-Antrieb und Getriebe und Pinion stellt die elektrische Variante des Tretlagergetriebe vor. Für viel Furore sorgt Shimano mit den neuen Di2-Kettenschaltungen, die sogar eine Automatikfunktion bieten. Eine Technologie, welche die Kettenschaltung auf ein ganz neues Level heben könnte.

Viel Neues gibt es auch bei den E-Antrieben: Bosch stellt das Sortiment nun weitgehend komplett auf das Smart System um, wirklich neue Produkte finden sich dabei aber kaum. Und doch gibt es begrüßenswerte Verbesserungen, wie die neuen, kompakten Bedienelemente oder den eBike Alarm, ein Tracker zum Schutz vor Diebstahl.

Shimano macht den bekannten EP8-Motor kompatibel mit der bereits angesprochenen, elektrischen Schaltung und stellt dem Top-Modell einen etwas günstigeren EP6 zur Seite. Leistungsmässig ist dieser weitgehend identisch, bringt allerdings 300g mehr an Gewicht auf die Waage.

Fazua selbst ist mit dem vielversprechenden Ride 60-Antrieb leider nicht mit einem eigenen Stand vertreten. Allerdings kann bei Partner Riese & Müller das neue System in den UBN-Modellen bereits zur Probe gefahren werden.

Auch Bafang hat das Line-Up an Motoren überarbeitet, wobei die Systeme vor allem leichter wurden. Und noch eine spannenden Neuheit: TQ bringt mit dem HPR50 ein sehr kompaktes und leichtes E-Bike-System, bei dem der Motor nur 1850 g wiegt, dabei aber ordentliche 50 Nm an Drehmoment bieten soll. Zusammen mit dem 360 Wh starken Akku bleibt das Gewicht der E-Komponenten dabei unter 4 kg und könnte eine interessante Alternative zu Fazuas Ride 60-Antrieb darstellen.

Mit Hyena gibt es ein neues Antriebssystem für leichte und schlanke E-Bikes, das mit einem Drehmomentsensor arbeitet. Erst kürzlich hat Diamant die neue 365-Serie damit präsentiert, nun wechselt man auch bei Cannondale mit dem Treadwell-Bike von Mahle hin zu Hyena.

Stichwort Mahle: Neben dem bekannten X35-System hält nun auch das neue, nochmals leichtere X20-System Einzug bei den Urban E-Bikes. Des Start macht hier Desiknio mit der neuen X20-Linie.

Im Fokus: Leichte und schlanke E-Bikes

Was noch vor einigen Jahren ein absolutes Nischenthema war, ist spätestens jetzt im Mainstream angekommen: schlanke und oft auch recht leichte E-Bikes, denen man den elektrischen Antrieb kaum noch ansieht! Vorreiter waren in diesem Bereich sicherlich Coboc aus Heidelberg, die natürlich auch auf de Eurobike vertreten sind – unter anderem mit dem neuen Modell Sydney, einem 14,5 kg leichten Urban Bike mit integrierter Lichtanlage und sportlichem Look. Das Bike kann schon gefahren werden, ein erster Eindruck davon folgt in einem eigenen Artikel.

Das neue Coboc Sydney

Bei Riese & Müller steht alles im Zeichen der neuen UBN-Serie mit dem ebenso neuen Fazua-Antrieb. Und auch gibt es einen schlanken E-Antrieb mit ebenso unauffälligen Bedienelementen, der zudem auch recht kraftvoll ist und einen herausnehmbaren Akku bietet. Auch zu diesem Bike folgt noch ein separater Ersteindruck.

Desiknio aus Spanien gehörte (zusammen mit Orbea) zu den ersten Marken, die auf das damals noch neue Antriebssystem von Ebikemotion setzten. Inzwischen wurde der Antrieb von Mahle übernommen und mit dem neuen X20 gibt es jetzt ein weiteres, nochmals leichteres System. Auch hier gehört Desiknio zu den ersten, die den X20 in einem Urban Bike verbauen – noch dazu in einem überaus attraktiven! Den X20 wird es bei den Urban Bikes vorerst nur in Kombination mit dem Pinion-Getriebe geben, das Gesamtgewicht soll (gegenüber dem Modell mit X35-Antrieb) um rund 1 kg leichter sein. Auch hierzu in Kürze mehr.

In dieser Reihe darf Schindelhauer natürlich nicht fehlen. Die Berliner zeigen auf der Eurobike viele bekannte Modelle, darunter aber auch eine interessante Neuheit: die bekannte Modellreihe Heinrich, Hannah und Oskar soll im kommenden Jahr ein Upgrade auf das smarte System von Bosch bekommen. In diesem Zug wird auf den Bosch Performance Line CX-Motor gewechselt, aktuell kommt in den genannten Modellen ja noch der schwächere Active Line Plus– bzw. der reguläre Performance Line-Motoren zum Einsatz. Neben zusätzlicher Power profitiert damit auch der Look der Bikes durch den etwas schlankeren Motor.

Auch eine echte Neuheit: Asfalt brachte das brandneue GT2 zur Eurobike mit! Das schlanke E-Bike mit Mahle-Antrieb, Pinion-Getriebe und dem außergewöhnlichen Staufach konnte bereits getestet werden, einen Ersteindruck folgt hier in Kürze.

Asfalt GT2

Kaum ist das Bird Bike auch hierzulande erhältlich, wird schon ein weiteres Modell gezeigt. Kommendes Jahr soll diese neue Variante zusätzlich das Angebot ergänzen, und zwar oberhalb des aktuellen Bird Bikes. Für rund 2.400 Euro soll es dann einige Verbesserungen mitbringen, darunter eine Motorsteuerung mit Drehmomentsensor, ein neuer Rahmen mit ebenso neuer Lichtanlage und eine hydraulische Bremsanlage.

Und nachfolgend noch eine Zusammenfassung einiger interessanter Bikes: MV Agusta erweitert das Angebot an E-Bikes mit dem Mahle X35-Antrieb deutlich, dabei wird es auch einige Modelle mit dem Pinion-Getriebe geben. Alle Bikes sind mit einem Zahnriemen ausgestattet und heben sich optisch erfrischend von der Konkurrenz ab!

Tenways hat dem dem CGO600 ja einen echten Preishammer im Angebot, zudem ist auf der Eurobike auch das neue Tiefeinsteiger-Modell CGO800S zu sehen.

NOKO Bikes kommen aus Italien und haben in ihren Bikes einen Antrieb von FSA verbaut, bestehend aus einem Nabenmotor im Hinterrad und einem fest verbauten 250 Wh-Akku im Unterrohr.

Ähnlich sind auch die Zutaten beim neuen Skarabäus von Egomovement, allerdings kommt hier der Antrieb von Bafang, besetzt einen Drehmomentsensor und der Akku bietet mit 360 Wh mehr Kapazität.

Auch erfreulich: Temple Cycles aus Großbritannien sind ebenso mit einem kleinen Stand vertreten, dort lässt sich das Temple Electric Bike hautnah bestaunen.

Einen besonderen Blickfang bietet LEMO: die brandneue Marke will Ende des Jahres in Berlin mit einem Laden und dem neuen E+BIKE starten – ein E-Bike, das besonders einfach auch als „normales” Bike ohne E-Antrieb nutzbar sein soll. Die Elektronik ist weitgehend komplett im Akku integriert, der sich einfach entfernen lässt. So soll sich das Bike auch in Zukunft leichter an den aktuellen Stand der Technologie aufrüsten lassen – indem nur die Elektronik aktualisiert wird, das Bike an sich aber weiterhin genutzt werden kann. Auch hierzu in Kürze mehr.

Neue S-Pedelecs auf der Eurobike

Wer schnell unterwegs sein will, muss sich bei den S-Pedelecs umschauen. Blickfang ist hierbei auf der Eurobike sicherlich das neue Stromer ST7, was erstmals mit Pinions neuem elektrischen Getriebe ausgestattet ist und sogar über ein Antiblockiersystem verfügt. Ganz anders, aber auch ein Eye-Catcher ist das S-Pedelec von ASKA: zwar konnte man das Bike schon im Vorjahr auf der Eurobike zu sehen, nun ist es aber auch für Testfahrten auf der Messe verfügbar. Soweit ist man bei OPIUM noch nicht, aber 2023 sollen die ersten Bikes der neuen Marke aus der Schweiz erhältlich sein. Auf den ersten Blick ist das Bike zwar dem Stromer sehr ähnlich, bietet im Detail dann aber doch einige eigene Lösungen.

Accessoires

Wo Fahrräder sind, kann auch das passende Zubehör nicht weit sein! Alpina zeigt neben stylischen Brillen auch die neuen Helme der SOHO-Serie, die sich mit ihren 8 Farbvarianten vor allem an urbane FahrerInnen richten und auch preislich mit knapp 70 Euro sehr attraktiv sind.

Pelago Bikes aus Finnland bieten seit jeher nicht nur Bikes, sondern sind auch für ihre (Front-)Gepäckträger bekannt. Auf der Eurobike zeigt man nun auch das neue Sortiment von passenden Taschen, die man auch abseits des Bikes gerne tragen kann.

Schon vor rund einem Jahr zeigte Evoc den Commute A.I.R. Pro: ein Rucksack mit integriertem Airbag, der vor allem Schulter- und Rückenbereich bei einem Sturz schützen soll. Nun ist das Produkt marktreif und soll im Herbst 2022 erhältlich sein.

Soweit unser kleiner Rundgang. Wer sich selbst auf der Eurobike in Frankfurt ein Bild von den Fahrrad-Neuheiten machen möchte, kann dies an den beiden Publikumstagen am Samstag und Sonntag, den 16. und 17. Juli 2022 tun. Auf dem Außengelände gibt es zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl an Bikes direkt zur Probe zu fahren!

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