Zum letzten mal in Friedrichshafen

Urban Bike-Neuheiten von der Eurobike Fahrradmesse 2021

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Es ist Spätsommer und traditionell Zeit für die Eurobike – die weltweite Leitmesse der Fahrradindustrie in Friedrichshafen. Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause findet aktuell die 2021er Ausgabe seit gestern statt, zeitgleich bedeutet diese Eurobike aber auch das Ende des Standorts Friedrichshafen.

Ab 2022 wird die Eurobike dann in Frankfurt am Main stattfinden, was allein durch die zentrale Lage und eine deutlich bessere internationale Anbindung die Hoffnung der Messe-Veranstalter schürt, zu alter Stärke zurückzukehren. Denn eines ist klar: Messen sind grundsätzlich nicht mehr so relevant, da sich Infos um Produkte und Neuheiten inzwischen eben auch via Internet gut verbreiten lassen. Corona war sicherlich ein zusätzlicher Rückschlag und das Ergebnis sind ungewohnt leere Messehallen mit einer drastisch reduzierten Anzahl an Ausstellern – kein Vergleich zum letzten Rundgang 2019. Ein seltsamer Widerspruch, angesichts dem aktuellen Boom von E-Bikes.

Zu all dem kommt noch hinzu, dass sich die als Automobilmesse bekannte IAA ebenso zu einer Neuausrichtung gezwungen sieht – so findet diese Messe für „digitale und klimaneutrale Mobilität“ ab Dienstag in München statt und konnte bekannte Namen aus der Fahrradbranche anlocken. Darunter mit Canyon, Rose, Cannondale, Specialized oder Riese & Müller große Marken, die man auf der Eurobike vergeblich suchte. So bleibt abzuwarten, ob die Eurobike am neuen Standort wieder zu alter Stärke findet und ob sie sich auch in Zukunft mit der IAA in Konkurrenz befindet.

Trotz allem gab es einige interessante Dinge zu entdecken, wie sich im folgenden Messerundgang zeigt – natürlich hier mit dem Fokus auf Urban Bikes und passendem Zubehör.

Messe-Neuheiten 2022

Natürlich hat man bei Coboc das frisch vorgestellte Vesterbro dabei, ein leichtes und voll ausgestattetes Commuter E-Bike. Hier wurde bereits ausführlich über das neue Modell berichtet, welches auch mit Komfortrahmen zu haben ist. Beide Varianten stehen zur Testfahrt bereit, verbaut ist hier auch der neue und deutlich leisere CBC01-Motor.

Neue Modelle und eine neue Marke: Cyklaer! Das Bike des Startups wurde entwickelt von Porsche Digital mit Storck Bicycle, Fazua und Greyp und ist in verschiedenen Varianten zu haben. So zum Beispiel als Gravelbike, oder auch als sportliches Urban Bike. Angetrieben vom Fazua-System, angenehm leicht dank Carbonrahmen – und sündhaft teuer. Die Preise starten bei 7.000 Euro, dafür gibt es zahlreiche Konnektivitäts-Features wie Tracking und Navigation.

Kamerasicht auf dem Display

Einzigartig machen die Ausstattung aber zwei Kameras vorne und hinten, die ihr Bild auf dem Smartphone-Display am Lenker abbilden. Sozusagen ein digitaler Rückspiegel und eine Dashcam am Fahrrad.

Stromer ST3 Pinion

Mit dem Tretlagergetriebe von Pinion ist das neueste S-Pedelec von Stromer aus der Schweiz ausgestattet. Dabei kombiniert man einen starken Nabenmotor im Hinterrad mit der 9-Gang Schaltung und einem sauberen und leisen Gates-Zahnriemen.

Neues E-Bike von Tout Terrain

Ähnliches – wenn auch als reguläres 25 km/h-Pedelec – gibt es bei Tout Terrain zu sehen. Auch hier kombiniert man einen großen Nabenmotor mit Zahnriemen und Pinion-Getriebe. Der Akku versteckt sich im Unterrohr, ist aber herausnehmbar. Für zusätzlichen Komfort gibt es zudem eine eigene Federgabel mit dezenter Optik.

Über das Evari Bike wurde bereits hier berichtet, auf der Eurobike ist das Designbike mit einem Award ausgezeichnet worden. Kunden haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Getriebeoptionen, zudem überzeugt das Bike mit vielen integrierten Komponenten wie Scheinwerfer oder dem Kiox-Display des Bosch-Antriebs.

Bislang kannte man Bird als Anbieter von Mietrollern in Metropolen, nun will man seiner Kundschaft auch ein Fahrrad zum Kauf anbieten. Das Bird Bike ist mit einem Bafang-Motor im Hinterrad und einem entnehmbaren Akku mit 346 Wh ausgestattet. Interessant ist das Display im Lenker, zudem soll das Bike über Konnektivität mit einer Smartphone-App verfügen. Erhältlich mit One-Size-Rahmen in Diamant- und Tiefeinsteiger-Form für günstige 1999 Euro.

Friday Bikes

Auch Friday Bikes sind mit ihren klassisch anmutenden E-Bikes am Start. Diese kommen allesamt mit Nabenmotor im Hinterrad, Singlespeed-Antrieb mit Zahnriemen und 500 Wh starkem Akku, der trotz des recht schlanken Rahmendesigns herausnehmbar ist. Das Gewicht der Bikes liegt bei etwa 17 kg, der Preis bei 2.499 Euro.

Merida eSpeeder

Einen Ausblick auf den neuen Jahrgang gibt es bei Merida für den eSpeeder zu sehen. Das Bike mit Mahles X35-Antrieb feierte erst in diesem Jahr seine Premiere, gefiel dabei durch die Kombination aus schönem Design, leichtem Gewicht und günstigem Preis. Abgesehen von der Farbe scheint sich wenig für 2022 zu ändern, der Preis klettert allerdings auf 2.549 Euro (eSpeeder 200) bzw. 2.749 Euro (eSpeeder 400 EQ).

Bei Bosch zeigte man natürlich die Bestandteile des brandneuen Smarten Systems. Wie schon befürchtet ist die LED Remote tatsächlich ziemlich voluminös geraten und durch die mehrfarbigen LEDs auch recht auffällig. Ergonomisch ist dies zwar sicherlich gut gelöst, optisch steht es einer eleganten und eher zurückhaltenden Integration am Bike jedoch im Wege.

Supernova TL3 Pro

Auffallend hingegen – und diesmal auch ganz passend – sind die Beleuchtungs-Komponenten von Supernova. Exemplarisch dafür das neue Rücklicht TL3 Pro, das die coole Optik des schon bekannten Gepäckträger-Rücklichts aufgreift. Nun aber etwas kompakter zur vertikalen Montage an der Sattelstütze und mit integrierter Bremslicht-Funktion.

Tex—lock Orbit

Schön zu sehen, dass auch tex—lock mit ihren textilen Fahrradschlössern (und dem Regenanzug raijn) am Start sind. Bei den Schlössern gibt es mit dem Orbit eine Neuheit, die das bekannte Textilseil mit einem integrierten Schloss kombiniert. Eine Alternative für alle, die ein einteiliges Schloss bevorzugen.

Und sonst so? Natürlich gibt es auch diesmal einige skurrile, spannende und frische Bike-Ideen zu sehen. Exemplarisch hier das Tiefeinsteiger-MTB von Kettler, Le Cafe Racers mächtiger Fahrrad-Motorrad-Hybrid, das cleane Tiefeinsteiger E-Bike von Muon aus Frankreich sowie das Super73-ZG in auffälligem Astro Orange.

Wer noch Lust hat, die Eurobike zum letzten mal am bekannten Standort Friedrichshafen zu besuchen, kann dies am Freitag und Samstag machen: an beiden Tagen ist die Messe für alle geöffnet und es können zahlreiche Bikes zur Probe gefahren werden. Tickets müssen vorab online erworben werden, es gelten zudem die aktuellen 3G-Regelungen.

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