Bosch Smart System

Neue Software, neue Hardware: die Bosch E-Bike Neuheiten 2022

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Die Fahrradmesse Eurobike steht vor den Türen – bester Zeitpunkt, die Neuheiten für die kommende Saison 2022 vorzustellen. Bosch hat eben jenes eben getan und präsentierte neben einigen Hardware-Neuheiten auch eine ganz neue App, womit man für Kunden und Anwender ein möglichst individuelles E-Bike-Erlebnis schaffen will. Das Ganze läuft unter dem Label „das smarte System” und umfasst neue Displays, einen neuen Akku, den bekannten Performance Line CX-Motor und die App.

Neue Hardware

Mit der PowerTube 750 bietet nun auch Bosch einen Akku jenseits der 600er Marke an – bislang gab es die PowerTube nur in den Kapazitzätsgrößen 400, 500 Wh und 625 Wh. Während die dadurch hinzugewonnene Reichweite erfreulich ist, muss man aber auch ein höheres Gewicht von 4,4 kg für den Akku in Kauf nehmen (zum Vergleich: der 625er Akku wiegt 3,5 kg, ein 500er Modell nur 2,8 kg). Zudem ist der Akku in den Abmessungen nochmals gewachsen, was für Bikes mit diesem Akku natürlich auch speziell angepasste Rahmen erfordert. Neue Akkuzellen mit höherer Leistung bei gleichem oder gar geringerem Gewicht sind hier also leider noch nicht in Sicht.

Mit dem neuen Display Kiox 300 bringt man ein kompaktes Display, welches für einen cleanen Look am Lenker sorgt und ist in jeder Fahrsituation optimal ablesbar sein soll. Mit dem Display lassen sich alle relevanten Fitnessdaten anzeigen, um das eigene Training zu optimieren. Das tastenlose Farbdisplay lässt sich über die LED Remote steuern und ist darüber mit der eBike Flow App verbunden. Mit dem Display-Halter kann Kiox 300 flexibel am Lenker positioniert werden.

Die eben genannte LED Remote gehört ebenso zu den Neuheiten, dabei handelt es sich um einen Daumentaster für den Lenker. Dieser ist zwingend für das System nötig, das Kiox 300 kann hingegen optional genutzt werden. Die LEDs der Remote zeigen über unterschiedliche Farben den jeweiligen Fahrmodus an, der so während der Fahrt schnell erfasst werden kann. Praktisch für alle, die beim fahren auch mal ohne Display unterwegs sein wollen: Die LED Remote genügt zur Steuerung des E-Bike-Systems und zeigt die wichtigsten Informationen zum E-Bike an wie etwa den aktuellen Ladezustand oder die Unterstützungsstufe. Die LED Remote ist per Bluetooth mit der eBike Flow App und darüber mit dem Internet verbunden.

Weitgehend unverändert ist der Performance Line CX-Motor mit seinen 85 Nm. Allerdings haben sich die Steckverbindungen am ganzen System geändert, was ebenso den Akku betrifft. Bestandteile des neuen Smart Systems sind somit nicht kompatibel mit bisherigen Komponenten von Bosch!

Neue Software

Die neue eBike Flow App ist die zentrale Verbindung zum E-Bike und damit der Schlüssel zum Connected Biking Erlebnis. Over-the-Air-Updates halten das Pedelec immer auf dem aktuellen Stand und erweitern das Erlebnis kontinuierlich um neue, innovative Features.

Screendesign der neuen Flow App

Mit der App lassen sich Fahrmodi individuell anpassen: Stärke der Unterstützung, Dynamik, maximale Geschwindigkeit und maximales Drehmoment des Antriebs können so flexibel auf die persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt werden. Dies betrifft allerdings nur die fixen Fahrmodi wie Eco, Sport oder Tour; die neuen, trittkraftgesteuerten Modi Tour+ und eMTB können nicht verändert werden. Genauso maßgeschneidert zeigt sich die eBike Flow App auch in puncto Design: Sie kann vom Hersteller im eigenen Look gestaltet werden – E-BikerInnen bleiben so immer mit ihrer Lieblingsmarke verbunden. Auch lassen sich Aktivitäten ganz automatisch aufzeichnen und Fitness-Apps wie etwa Apple Health einbinden.

Auf dem Homescreen bündelt die eBike Flow App alle wichtigen Informationen – vom Verbindungsstatus des E-Bikes über die Anzeige des nächsten Service-Termins bis hin zum aktuellen Ladezustand des Akkus. Ebenso ist dort die Gesamtkilometerleistung des Antriebs ersichtlich und wie sie sich auf die unterschiedlichen Fahrmodi verteilt.

Die eBike Flow App wird mit den ersten Funktionen ab Herbst 2021 zum Download für Android und iOS erhältlich sein und in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch unterstützt. Weitere Sprachen sollen folgen.

Fazit

Dass Bosch mit den Neuheiten einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und dabei auch die Integration der Smartphone-App als wesentlichen Bestandteil sieht, ist durchaus als positiv zu werten. Schließlich gehen damit auch Funktionen wie die Over-the-Air-Updates oder die Möglichkeit zur Anpassung der Motorcharakteristik einher, die beim Marktführer eigentlich längst Standard sein sollten. Das neue Kiox 300-Display macht einen guten Eindruck, ebenso die LED Remote (wenngleich sie doch etwas groß wirkt).

Dass das Smart System aus Motor, Akku und Bedienelementen nicht kompatibel mit bisherigen Komponenten ist, dürfte einer weitreichenden Verbreitung am Anfang allerdings eher hinderlich sein. Denn mit dem neuen 750 Wh-Akku kommt man zwar der recht großen Gruppe an MTB-FahrerInnen entgegen, für den Einsatz beispielsweise bei Urban Bikes dürfte dieser aber eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Schade in diesem Zusammenhang auch, dass Bosch für leichte und schlanke Bikes – die nicht das Maximum an Motorpower benötigen – weiterhin keine Neuheit bringt. Zwar hat man mit dem Active Line Plus und Performance Line hervorragende Motoren im Angebot (wie sich zum Beispiel in diesem Test zeigte), doch sind diese in Bezug auf Größe und Gewicht nicht mehr ganz auf dem aktuellsten Stand.

So bleibt abzuwarten, ob man bei Bosch irgendwann einen neuen und möglichst kompakten, leisen sowie leichten Mittelmotor bringt für moderne Urban Bikes bietet. Bis dahin überlässt man große Teile dieser Sparte weiterhin den Konkurrenten wie Fazua, Mahle, Specialized oder neuerdings auch Shimano.

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