Hat das Zeug zum Game Changer

Mehr Power, größerer Akku und noch leichter: Der Fazua Ride 60 Antrieb für E-Bikes

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Während die letzten Neuerungen mit dem Ride 50 von Fazua eher wie ein kleines Update wirkten, klotzt der Hersteller aus München nun mit einer Neuheit, die das Zeug zum Game Changer hat – dem neuen Fazua Ride 60 Antrieb für E-Bikes! Dieser bietet nicht nur einen kraftvolleren Motor, sondern auch einen Akku mit höherer Kapazität bei insgesamt sehr niedrigem Gesamtgewicht. Zudem lässt sich sich das neue System noch unauffälliger in E-Bikes integrieren.

Doch von vorne: einzigartig an Fazuas Antrieb war bislang, dass sich die komplette Drivepack – eine Kompakte Einheit, bestehend aus Akku und Motor – aus dem Bike herausnehmen lies. So konnte man nach Belieben auch mal ganz ohne den E-Antrieb fahren, wodurch das Bike entsprechend leichter wurde. Ein Feature, das zwar recht verführerisch klingt, im Alltag dann aber doch eher selten genutzt wird. Denn Hand aufs Herz: ein E-Antrieb sorgt vor allem auch für ein Plus an Fahrspaß, das man selten missen möchte!

Leicht und kraftvoll

Auch bei Fazua wird man sich dessen bewusst gewesen sein und verbaut nun den neuen Ride 60 Motor fest im Bike. Bedeutet: wir es nun mit einem „normalen“ Mittelmotor zu tun, der sich aber weiterhin von der Masse hervorhebt: So ist er mit nur 1,96 kg nicht nur sehr leicht, sondern bietet dabei auch noch ein ordentliches Drehmoment von 60 Nm.

Um diese Werte einzuordnen lohnt sich ein Blick auf die Mitbewerber: stärkere Motoren wie der EP8 von Shimano, Boschs Performance Line CX oder der Brose Drive S bieten zwar mit 85 Nm bis 90 Nm mehr Drehmoment, wiegen dabei aber auch zwischen 2,6 kg und 2,9 kg. Vergleicht man hingegen schwächere Motoren, wird der Unterschied noch größer: Boschs regulärer Performance Line-Antrieb bietet mit 65 Nm ein ähnliches Drehmoment wie Fazuas neuer Ride 60, wiegt aber stolze 3,2 kg – und damit über die Hälfte mehr. Specialized hingegen kann mit dem SL 1.1 einen ebenfalls 1,9 kg leichten Motor vorweisen, dessen Drehmoment ist mit 35 Nm allerdings eklatant schwächer.

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Von außen kaum sicht- und hörbar

Doch damit nicht genug: auch in seinen Abmessungen stellt der Neuling viele anderen Motoren in den Schatten! Währen der bisherige Ride 50-Antrieb schon recht unauffällig war, kann man mit dem Ride 60 dank seiner festen Integration in den Rahmen noch einen Schritt weiter gehen. So ist hier von der ganzen Motoreinheit nur ein kleiner Bereich mit Kühlrippen unterhalb des Tretlagers sichtbar, der restliche Teil steckt im Inneren des Rahmen-Unterrohrs. Wie schon beim Vorgänger erreicht Fazua die kompakte Bauweise dadurch, dass der Motor um 90° gedreht zum Tretlager angeordnet ist – wodurch Letzteres fast so kompakt wie ein gewöhnliches Fahrrad-Tretlager ist. Und auch bei der Lautstärke dürfte der Antrieb dem „analogen” Fahrrad recht nahe kommen: Fazua betont ein „nahezu geräuschlose Fahrerlebnis“ des Ride 60.

Knapp 2 kg leicht, aber 60 Nm stark: die RIDE 60 Motoreinheit

Mehr Kapazität für höhere Reichweite

In der herausnehmbaren Drivepack-Einheit des Ride 50-Antriebs war bislang recht wenig Platz für den Akku, weshalb sich auch nur eine Kapazität von 250 Wh realisieren lies. Auch hier geht Fazua beim neuen Ride 60-System neue Wege, denn der neue Akku hat jetzt eine deutlich höhere Kapazität von 430 Wh. Zudem bleibt es den Herstellern überlassen, ob sie künftig einen fest im Rahmen integrierten Akku oder ein herausnehmbaren Akku verbauen wollen. Der Gewichtsunterschied liegt dabei nur bei 100 g, um welche die Variante mit fest integriertem Akku leichter ist.

In Summe wiegt das Ride 60 System mit Motor und Akku zusammen dann maximal 4,26 kg – was wirklich sehr leicht ist! Das Vorgängermodell Ride 50 brachte bei weniger Leistung und Akkukapazität 4,4 kg auf die Waage. Und schaut man bei E-Bike Antrieben nur auf’s Gewicht, führte bislang an Systemen mit Nabenmotor kaum ein Weg vorbei: So wiegt zum Beispiel das populäre X35-System von Mahle nur 3,5 kg – bietet aber einen vergleichsweise schwachen Motor mit 40 Nm Drehmoment und kleinen Akku mit 250 Wh Kapazität, der zudem fest im Bike verbaut ist. So gesehen erhält man mit dem neuen Fazua-Antrieb bei nur rund 700 g Mehrgewicht ein deutliches Plus bei Leistung und Akku-Kapazität.

Einfache Bedienung, unauffällige Integration

Zwar konnte schon der alte Fazua-Antrieb im Test des Canyon Commuter:ON bei den Fahreigenschaften überzeugen, doch gab es auch einige Kritikpunkte. Darunter die fehlende Möglichkeit, den Akku direkt im Bike aufladen zu können – wie man es bei fast allen anderen E-Bike auch machen kann. Hier hat Fazua endlich aufgeholt und der neue Akku lässt sich jetzt auch aufladen, ohne dass man ihn erstmal aus dem Rad herausnehmen muss.

Grundsätzlich stand bei der Entwicklung des neuen Systems eine einfache Bedienung im Fokus: so gibt es beim Ride 60 nun weiterhin eine LED-Anzeige am Oberrohr, den LED HUB. Hier werden aber nur Informationen zum Fahrmodus und Batteriestand angezeigt, zudem gibt es dort aber eine USB-C Buchse zum Aufladen des Smartphones. Die Bedienung des Antriebs selbst erfolgt jetzt aber stets Lenker mit dem neuen RING CONTROL (in Kombination mit dem LED HUB): ein kompakter und unauffälliger Daumentaster, mit dem sich die Fahrmodi wechseln sowie Licht und Schiebehilfe aktivieren lassen. Optional gibt es auch den CONTROL HUB, der die Funktionen der beide erstgenannten Teile bündelt.

Dank ANT+, Bluetooth und USB-C Schnittstelle lässt sich auch das Ride 60-System mit dem Smartphone und Fazuas App koppeln, was unter anderem die individuelle Anpassungen der drei Fahrmodi Breeze, River und Rocket ermöglicht.

Exemplarische Darstellung, wie ein Urban Bike mit Fazuas neuem Ride 60-Antrieb aussehen könnte

Fazit

Endlich: den Daten und Bildern nach hat Fazuas neuer Ride 60-Antrieb tatsächlich das Zeug zum Game Changer: Ein kraftvoller und leiser Mittelmotor mit einer sinnvollen und ausreichenden Akkukapazität, eine unauffällige Integration und das leichte Gesamtgewicht fügen sich hier zu einem Komplettsystem zusammen, das (nicht nur) attraktive Urban E-Bikes ermöglichen sollte.

Die Leistungsdaten von Motor und Akku dürften dabei den derzeitigen Sweet Spot treffen – den optimalen Wirkungsbereich aus Leistung, Reichweite und Gewicht. Von allem nicht zu viel, aber eben auch nicht zu wenig. Die Motorleistung dürfte dabei, zumindest im urbanen Einsatz, mehr als ausreichen und mit dem 430 Wh-Akku wird man auch längere Touren bewältigen können.

Durch die eckige Bauweise des neuen Akkus werden sich auch die Rahmen in ihrem Design anpassen müssen – während bislang das Unterrohr bei Bikes mit Fazua-Antrieb fast rund war, wird dieses in Zukunft wohl eine eher rechteckige Formgebung bekommen. Als erste Hersteller werden Canyon und Riese & Müller noch in diesem Jahr neue Bikes mit dem Ride 60-Antrieb veröffentlichen, weitere Marken sollen folgen.

Ob sich die hohen Erwartungen dann auch in der Realität erfüllen, werden erst die Tests der jeweiligen Bikes zeigen können. Zudem ist auch noch die Frage offen, in welchem Preisbereich diese Bikes positioniert sein werden. Doch bis dahin sollte man die Vorfreude einfach genießen!

Update: die ersten Bikes sind nun schon vorgestellt worden:
· Riese & Müller UBN Five und UBN Seven
· Canyon Commuter:ON und Roadlite:ON

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