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Im Test: Schindelhauer Friedrich – das Alltagsrad mit Style

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Die überaus schicken Fahrräder von Schindelhauer gab es hier schon des Öfteren zu sehen – darunter auch das ziemlich neue Modell namens Friedrich, ein komplett ausgestattetes Alltagsrad mit Schutzblechen, Gepäckträger und Lichtanlage. Freundlicherweise stellte Schindelhauer den Friedrich für einen Test zur Verfügung. Die perfekte Gelegenheit also, das Rad genauer unter die Lupe zu nehmen.

Als erstes fällt die neue Farbe namens „Mitternachtsblau“ auf: Ein dunkler, edel anmutender Metallic-Farbton, welcher im Zusammenspiel mit der polierten Alu-Gabel und den ebenso polierten Hochprofilfelgen noch brillanter wirkt. Alle weiteren Anbauteile sind passend dazu in silber gehalten, die Lenkergriffe und der klassische Brooks-Sattel heben sich mit ihrem (antik-)braunen Leder angenehm ab. Aber nicht nur die perfekte farbliche Abstimmung der Komponenten sorgt für eine äußerst cleane Optik; auch die kompakte und absolut passgenaue Ausführung von Anbauteilen wie Schutzblechen und Licht sorgt dafür, dass das Rad wie aus einem Guss erscheint. Innen verlegte Schalt- und Bremszüge, der Zahnriemenantrieb – welcher ohne hässlichen Kettenschutz auskommt – und kleine Details, wie die in den Bremshebel integrierte Klingel, tun ihr übriges dazu.

Doch nun zur Technik des Friedrich: Zentrales Element ist der Schindelhauer-typische Alu-Rahmen mit seinem „Aero-Rohrsatz“, dem breiten Unterrohr sowie dem gebogenen Radausschnitt am Hinterrohr. Im Vergleich zu den den sportlicheren Modellen wurde beim Friedrich die Kettenstrebe etwas länger ausgeführt, was für einen längeren Radstand und ein ruhigeres Fahrverhalten sorgt – und weswegen der Hinterbau nicht ganz so dynamisch aussieht. Wie angesprochen erfolgt der Antrieb über den Gates Carbon-Drive: Ein Zahnriemen, der keinerlei Schmiermittel wie Öl und Fett benötigt, und der daher auch keinen Schmutz am Hosenbein verursacht. Geschaltet wird mit der hochwertigen und weitgehend wartungsfreien Shimano Alfine Getriebenabe mit acht Gängen. Für Verzögerung sorgen ebenso wartungsarme mechanische Scheibenbremsen, die auch bei nassen Verhältnissen für verlässliche Verzögerung sorgen. Und obwohl die Schutzbleche und der Gepäckträger sehr kompakt gebaut sind, bestechen sie durch ihre absolut solide Bauweise – nichts klappert, alles ist geradezu vertrauenserweckend stabil.

Genau diese Stabilität und Ruhe ist auch die große Überraschung auf den ersten Metern mit dem Friedrich: Der Riemenantrieb arbeitet im Grunde geräuschlos, von der Alfine-Nabe ist auch im Leerlauf nichts zu hören – abgesehen von den Fahrtgeräuschen durch Wind und Reifen ist die Fahrt beeindruckend still. Es lässt sich mit dem Friedrich also ganz vorzüglich dahingleiten, was auch durch den klassisch geformten Lenker im Stuttgarter-Stil (wie passend, hier in Stuttgart) unterstützt wird. Die Sitzposition ist ein gelungener Mittelweg aus sportlich und komfortabel. Wer jetzt eine gewisse Langeweile befürchtet, kann beruhigt werden: Der Friedrich kann auch anders! Dank des geringen Gewichts von knapp 13 kg kann das Rad nach Belieben auch sehr flott durch die Stadt gezirkelt werden – und der Zahnriemen vermittelt einem dabei stets das Gefühl, dass die Kraft ohne Verluste direkt in Vortrieb umgewandelt wird. Die acht Gänge der Schaltung sind fein abgestuft und reichten (mir) vor allem bergauf locker aus, die Bremsen lassen sich fein dosieren und packen bei Bedarf kräftig zu, ohne dabei lästig zu quietschen.

Für reichlich Sicht im Dunkel sorgt die Lichtanlage: Der kleine LED-Scheinwerfer von Supernova macht die Nacht zum Tag, ebenso beeindruckt das winzige Rücklicht mit seinen drei Leuchtdioden mit erstaunlich hellem Licht. Die Stromversorgung übernimmt ein äußerst effizient arbeitender Nabendynamo im Vorderrad und an der Ampel leuchtet auch im Stillstand die Beleuchtung für mehrere Minuten weiter. Kritikpunkte finden sich nur wenige: Ein Fahrradständer ist meist nicht schön, öfters recht hässlich und konsequenterweise nicht verbaut – aber manchmal eben doch ganz praktisch. Doch lässt sich dieser recht einfach an der dafür vorgesehenen Ständermontageplatte anbringen. Ungeklärt bleibt, wie man an einem solchen Rad mit dem Thema Fahrradschloss umgehen soll? Sämtliche Schlösser und deren Halterungen vom Zubehörmarkt wirken mehr oder weniger deplatziert. Aber vielleicht überrascht uns Schindelhauer hier noch mit einer Lösung, die auch optisch dem Friedrich gerecht wird.

Fazit: Wer den Text komplett gelesen hat, der wird es ahnen – das Schindelhauer Friedrich ist nahe dran am perfekten Alltagsrad! Die Kombination aus alltagstauglicher Ausstattung, Nabenschaltung mit Zahnriemen und der absolut cleanen Optik macht es weitgehend konkurrenzlos. Knapp 2.200 Euro verlangt Schindelhauer für den Friedrich, was zugegeben viel Geld ist. Doch ist der Gegenwert – für den, der es zu schätzen weiß – enorm! Schließlich erhält man mit dem Friedrich ein absolut hochwertiges und wartungsarmes Fahrrad mit hervorragenden Komponenten, das extrem viel Fahrspaß bereitet und dabei auch noch super aussieht. Was will man eigentlich mehr?

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