Mit Diebstahlschutz und Automatikgetriebe

Rundum überarbeitet: die neue Generation der Turbo Vado E-Bikes von Specialized

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Specialized war schon sehr früh im Bereich der elektrischen Urban Bikes aktiv und hat schon seit 2016 die populäre Turbo Vado-Serie im Programm: dabei handelt es sich um solide, komfortable und alltagstaugliche E-Bikes mit starkem Motor, welcher zusammen mit Brose entwickelt wurde. Mit den Jahren wurden die Bikes zwar immer wieder aufgefrischt, bleiben in den wesentlichen Punkten aber weitgehend unverändert. Doch das ändert sich nun!

Die Neuerungen im Überblick

Mit dem 2022er Jahrgang der Vado-Serie sind Neuerungen nun schon auf den ersten Blick erkennbar: so verabschiedet man sich vom bisherigen Rahmendesign, bei dem das Unterrohr in die Richtung des Motors immer breiter wurde. Stattdessen ist das Unterrohr jetzt in konstant gleicher Breite und zur Unterseite hin geöffnet – denn in diese Richtung lässt sich nun der Akku entnehmen.

Beim Motor setzt man auf die aktuellste Turbo Full Power 2 Generation. Je nach Modellvariante stehen Fahrer:innen damit zwischen 50 und 90 Nm Drehmoment zur Verfügung, die Arbeitsweise des Motors soll weiterhin sehr leise sein. Und auch beim Akku gibt es Neuerungen: mit einer Kapazität von bis zu 710 Wh setzt man einen neuen Spitzenwert bei den Vado-Modellen, bislang lag der Höchstwert bei 600 Wh. Die Steuerung des Antriebs erfolgt über einen kompakten Taster am Lenker sowie dem MasterMind TCD, ein kompaktes und modernes Display, das zentral am Lenker positioniert ist.

Neben aktuellen Fahrdaten zeigt das Display auch inzwischen gängige Funktionen wie eine Navigation an – ermöglicht durch die drahtlose Verbindung mit der Smartphone-App von Specialized. Doch nicht nur das: mit den neuen Vado-Modellen bietet sich ebenso via Smartphone die Möglichkeit, das Bike zum Diebstahlschutz zu sperren. Dann wird der elektrische Antrieb deaktiviert und kann erst nach Freischaltung durch die App wieder aktiviert werden. Auch sind damit Firmware-Updates over-the-air möglich, zudem lässt sich am Display auch die gewünschte Trittfrequenz des Automatikgetriebes einstellen.

Automatikgetriebe? Richtig gelesen, eine weitere Neuheit bei den Vado-Bikes! Optional gibt es im Topmodell das stufenlose Automatikgetriebe Enviolo AUTOMATiQ, beim Einsteigermodell ist ebenso neu das stufenlose Getriebe Enviolo City erhältlich. Kombiniert werden die beiden Nabenschaltungen mit dem sauberen und wartungsarmen Gates Carbon Drive Zahnriemen. Wer weiterhin eine herkömmliche Kettenschaltung nutzen möchte, kann dies natürlich auch machen – alle Bikes sind ebenso damit erhältlich.

Und noch ein neues Feature des Displays, diesmal für die Verkehrssicherheit: in Kombination mit einem Garmin Radar am Gepäckträger des Bikes gibt es ein visuelles, akustisches und haptisches Signal, basierend auf der Distanz und Geschwindigkeit eines sich näherndes Fahrzeuges. Bei den Topmodellen ist der Sensor serienmäßig verbaut, bei allen anderen kann er nachgerüstet werden.

Die beiden Rahmenvarianten des neuen Turbo Vado

Komplette Commuter-Ausstattung

Verglichen mit den Neuerungen liest sich die übrige Ausstattung eher unspektakulär, bietet aber auch einige Highlights. So zum Beispiel das Rücklicht Spanninga Commuter Glow, was als dünner Lichtstreifen elegant im Gepäckträger verbaut ist. Letztgenannter stammt von Specialized selbst und stemmt bis zu beachtlichen 27 kg. Dort lässt sich dann zum Beispiel auch die ebenso neue Specialized-Gepäcktasche platzieren. Vorne kommt der Scheinwerfer Ebike Power E115 von Lezyne zum Einsatz, Schutzbleche vervollständigen die Commuter-Ausstattung.

Für möglichst hohen Fahrkomfort sind 2,3 Zoll Breite Reifen im 650B-Format montiert, zudem verfügen alle Modelle über eine Federgabel mit 80 mm Federweg vorne. Abgesehen von der niedrigsten Modellvariante verfügen die Bikes zudem über eine gefederte Sattelstütze.

Wie schon beim Vorgänger liegen auch beim neuen Turbo Vado die Prioritäten auf umfangreicher Ausstattung, Leistungsstärke und Fahrkomfort – was dann auch das Gewicht in die Höhe treibt. Dem entsprechend liegen die neuen Modelle in einem Bereich zwischen ca. 25 und 27 kg. Wer lieber ein leichteres E-Bike möchte, kann bei Specialized ja auf das Turbo Vado SL (hier im Test) zurückgreifen.

Die wesentlichen Unterschiede der Modellvarianten

Vado 5.0Vado 4.0Vado 3.0
MotorTurbo Full Power 2.2, 90 NmTurbo Full Power 2.2, 70 NmTurbo Full Power 2.2, 50 Nm
Akku710 Wh710 Wh530 Wh
Schaltung11-Gang SRAM GX11-Gang SRAM NX9-Gang Shimano Alivio
BremsenSRAM G2 RSSRAM LevelShimano BR-MT200
FedergabelRockshox Recon Silver RLSR Suntour Mobie A32SR Suntour Mobie A32
Sattelstützegefedertgefedertungefedert
SonstigesGarmin Radar
Gewicht25,3 kg26,4 kg24,9 kg
Preis5.000 Euro4.000 Euro3.300 Euro

Abweichend dazu die weiteren Unterschiede der Vado-Bikes mit Nabenschaltung:

Vado 5.0 IGHVado 3.0 IGH
SchaltungEnviolo HeavyDuty, 380% Bandbreite
AUTOMATiQ-Schaltung
Gates Carbon Drive Zahnriemen
Enviolo CITY, 310% Bandbreite
manuelle Schaltung
Gates Carbon Drive Zahnriemen
Gewichtn/an/a
Preis6.000 Euro4.000 Euro

Die Preise für die neue Generation starten bei 3.300 Euro mit dem Turbo Vado 3.0 mit Kettenschaltung und 530 Wh Akku. Eine Stufe höher mit besserer Schaltung, gefederter Sattelstütze, 710 Wh Akku und stärkerem Motor liegt das Turbo Vado 4.0 für 4.000 Euro. Topmodell ist das Turbo Vado 5.0, hier mit stärkstem Motor, Radarsystem und bester Schaltung für 5.000 Euro. Mit Zahnriemen und der Enviolo Nabenschaltung gibt es das Turbo Vado 3.0 IGH für 4.000 Euro sowie das Turbo Vado 5.0 IGH mit zusätzlicher Automatik für 6.000 Euro.

Alle Modelle sind in den drei Farben Cast Black, Red Tint und White Mountains mit Diamantrahmen oder Komfortrahmen (dann mit dem Zusatz Step-Through in der Modellbezeichnung) in jeweils vier Größen von S bis XL erhältlich. Stück für Stück werden die ersten Bikes schon ab dem kommenden Monat verfügbar sein.

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