Hey EU! Wann kommt endlich das einheitliche Ladegerät für E-Bikes?

Ob Elektroauto oder Smartphone – in beiden Fällen hat die Europäische Union Standards festgelegt, die eine einheitliche Möglichkeit zur Aufladung vorsehen. Die Vorteile für den Verbraucher liegen dabei auf der Hand: So wird nicht nur der Ladevorgang selbst vereinfacht, da sich so praktisch jedes Gerät mit einem beliebigen Ladegeräten verbinden lässt. Auch die Kosten sinken, da der Verbraucher nicht mehr dem proprietären und meist teuren Ladegerät des Herstellers (im Falle von E-Bikes des Antriebssystems) ausgeliefert ist. Und zudem trägt ein einheitlicher Standard auch zur Reduzierung von Elektroschrott bei!

Wo ist das Problem?

Die Dringlichkeit dieses Problems mag manchem weit hergeholt erscheinen. Denn wer nur ein einziges E-Bike nutzt und dieses stets zuhause auflädt, wird eher selten nach alternativen Lademöglichkeiten Ausschau halten. Doch spätestens bei der ersten längeren Fahrradtour über die einfache Akku-Reichweite hinaus bereut man, das passende Ladegerät stets mitschleppen zu müssen!

Die Gründe sind dafür sind derzeit naheliegend: Obwohl die Bosch-Systeme einen recht großen Marktanteil haben, gibt es eben auch genügend Antriebe anderer Hersteller. Sei es Shimano, Brose, Yamaha, Ebikemotion oder Fazua – in Sachen Aufladung kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und stattet das jeweilige Ladergerät auch mit einem eigenen, proprietären Stecker aus. Kein Wunder also, dass es für Hotels, Hütten und Restaurants aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Modelle undenkbar ist, passende Ladegeräte für alle E-Bikes bereitzustellen.

Doch nicht nur Hobbyradler sind betroffen, auch die wachsende Zahl an Pendlern würde von einem einheitlichen Ladegerät profitieren. Wer längere Strecken zur Arbeit zurücklegt, wird sicherlich nicht täglich das Ladegerät von A nach B und zurück transportieren wollen. Bleibt also nur die Möglichkeit, ein meist teures, zweites Ladegerät zu kaufen. Wechselt man dann aber auf ein Fahrrad mit anderem Antriebssystem, kann man sich erneut mit neuen Ladegeräten ausstatten. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Nur eine kleine Auswahl: Hier die proprietären Stecker von Specialized, Ebikemotion und Bosch

Was wäre wenn?

Stellen wir uns nun aber vor, dass es den einheitlichen Ladestandard gäbe: Arbeitgeber, Firmen, Hotels und Gastronomie hätten dann einen echten Anreiz, in die Ladeinfrastruktur von E-Bikes für Kunden und Mitarbeiter zu investieren. Die Auslastung der Ladepunkte wäre deutlich höher, da viel mehr Radler das Ladegerät nutzen können. Zudem dürfte ein solcher Standard über viele Jahre Bestand haben – unabhängig von den schnell wechselnden Antriebssystemen der einzelnen Hersteller. Letztlich sollten so auch die Ausgaben dank einheitlicher Ladegeräte sinken, da damit auch der Weg für kompatible und meist günstigere Produkte von Drittanbietern frei wird.

Mit insgesamt 1,4 Millionen verkauften E-Bikes allein 2019 in Deutschland stellt sich die Frage, wann endlich die Vorgabe für einen einheitlichen Ladestandard aus Brüssel kommt? Höchste Zeit wäre es!

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