Mit der neuen Carpe-Serie baut Orbea sein Angebot an urbanen E-Bikes weiter aus. Das Modell ergänzt die Urban- und Active-Familie der spanischen Marke und richtet sich an Pendler und Alltagsfahrer, die ein integriertes, möglichst leichtes E-Bike für den Stadtverkehr suchen.
Das Konzept kombiniert dabei eine cleane Optik mit praktischen Lösungen für den Alltag – von integrierter Beleuchtung über modulare Gepäckträger bis hin zu Details, die das Verstauen in engen Wohnungen erleichtern sollen.



Urban-Plattform für den Alltag
Das Carpe ist Teil der Urban- und Active-Plattform von Orbea. Diese Modellfamilie bündelt Technologien, die speziell auf urbane Mobilität zugeschnitten sind. Dazu zählen ein anpassbares Cockpit sowie modulare Transportlösungen für Front und Heck. Auch ein integriertes Rundum-Lichtsystem gehört zum Konzept, um die Sichtbarkeit im Stadtverkehr zu erhöhen.
Beim Antrieb setzt Orbea auf den Shimano EP6-Mittelmotor, der bis zu 85 Nm Drehmoment liefert und speziell für urbane Einsatzbereiche abgestimmt sein soll. Unterstützt wird er von einem im Unterrohr integrierten 420 Wh-Akku, der fest verbaut ist. Optional lässt sich das System mit einem 252 Wh-Range-Extender erweitern.
Komfortorientierter Rahmen
Beim Unisex-Rahmen setzt Orbea auf ein Konzept namens Twin Glide Flex. Dabei sitzt das Sitzrohr tiefer im Rahmen, wodurch ein größerer freier Rohrabschnitt entsteht, der gezielt nachgeben kann. Diese Konstruktion soll typische Vibrationen und Unebenheiten im Stadtverkehr besser absorbieren – einen ähnlichen Ansatz verfolgte man bereits beim Orbea Diem, das wir hier ausführlich im Test hatten.
Zusätzlichen Komfort verspricht eine Carbongabel. Zusammen mit der Urban-Active-Geometrie soll sie für ein agiles, gleichzeitig kontrollierbares Fahrverhalten sorgen. Der tiefe Einstieg erleichtert zudem das Auf- und Absteigen – ein Vorteil im dichten Stop-and-Go der Stadt.



Praktische Details für den Alltag
Auch abseits der Fahrt ist das Bike auf urbane Nutzung ausgelegt. Der Lenker lässt sich um 90 Grad drehen, während die Pedale eingeklappt werden können. Dadurch wird das Fahrrad deutlich schmaler und lässt sich leichter in Wohnungen, Kellern oder Fahrradabteilen verstauen.
Für Sicherheit sorgen ein integriertes Lichtsystem sowie die Möglichkeit, Rahmenschlösser zu montieren. Zudem gibt es im Rahmen ein verstecktes Fach für Bluetooth-Tracker, über die sich das abgestellte Bike orten lässt.
Drei Modelle zur Auswahl
Die Carpe-Serie wird in drei Ausstattungsvarianten angeboten, die sich vor allem beim Antriebssystem und bei der Ausstattung unterscheiden:
- Carpe 10: Das Topmodell setzt auf einen Gates CDX-Riemenantrieb in Kombination mit einer elektronischen Shimano Nexus Inter-5 Di2 Nabenschaltung. Dazu kommen unter anderem klappbare Pedale, faltbarer Vorbau und ein integrierter Heckgepäckträger. Gewicht: 20,92 kg*.
- Carpe 20: Die mittlere Variante nutzt eine Shimano Cues 9-Gang-Kettenschaltung und klassische Kette statt Riemenantrieb. Gepäckträger, Schutzbleche und Lichtanlage machen das Modell weiterhin klar alltagstauglich. Gewicht: 19,69 kg*
- Carpe 25: Das Einstiegsmodell übernimmt ebenfalls die Shimano Cues 9-Gang-Schaltung, verzichtet jedoch auf Gepäckträger, Schutzbleche und Fahrradständer – und fällt dadurch mit nur 17,72 kg* leichter aus.
* jeweils in Größe M laut Herstellerangaben

Abschied vom Nabenmotor?
Mit dem Carpe erweitert Orbea eine bereits breit aufgestellte Urban-Palette mit Modellen wie Diem, Muga sowie Kemen Tour und Kemen Adventure.
Auffällig ist allerdings, dass die bislang im Urban-Segment populäre Vibe-Serie in der aktuellen Übersicht nicht mehr auftaucht. Das deutet darauf hin, dass Orbea diese Modellreihe möglicherweise auslaufen lässt. Das wäre bemerkenswert, denn mit den schlanken Vibe-E-Bikes und ihren kompakten Nabenmotoren gehörte Orbea früh zu den Vorreitern besonders leichter Urban-E-Bikes. Mit dem neuen Carpe scheint der Hersteller nun stärker auf klassische Mittelmotor-Konzepte zu setzen.
Preise und Verfügbarkeit
Die drei Modelle decken dabei unterschiedliche Ansprüche ab: vom komfortorientierten Carpe 10 mit Riemenantrieb und Nabenschaltung bis zum vergleichsweise leichten Carpe 25 als puristischere Variante. Preislich startet die Serie beim Carpe 25 ab 2.999 Euro, das Carpe 20 liegt bei 3.299 Euro, während das Topmodell Carpe 10 für 4.199 Euro angeboten wird. Alle Varianten sind dabei in vier Rahmengrößen und drei Farboptionen erhältlich: Nickel, Mars Red (Gloss) und Diamond Black (Matt).






