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Smartphone-Integration inklusive

Moustache Dimanche 28 Urban im Test: Sportliches E-Bike mit Komfort-Features für die Stadt

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Mit dem Dimanche 28 Urban bringt Moustache Bikes ein sportliches E-Bike für den Einsatz in der Stadt auf den Markt. Die französische Marke kombiniert eine cleane Optik mit moderner und umfangreicher Ausstattung und einem sportlich ausgerichteten E-Antrieb. Auf dem Papier ergibt sich daraus eine spannende Mischung aus Alltagstauglichkeit und Fahrspaß. Wie gut dieses Konzept funktioniert, zeigt unser Test.

Design

Sportlich wirkt das Dimanche 28 Urban schon äußerlich mit seiner klaren Linienführung des Rahmens. Und kein Wunder, schließlich basiert das Modell konstruktiv auf dem bereits bekannten Moustache Dimanche Gravel. Der Mittelmotor ist auch hier leicht schräg im Tretlagerbereich verbaut, was eine nahezu gerade Fortführung der Linie des Unterrohrs ermöglicht. Zusammen mit den sauber verschliffenen Schweißnähten sorgt das für eine sehr aufgeräumte Optik. Aus der Distanz könnte man den Rahmen fast für Carbon halten – tatsächlich besteht er jedoch aus Aluminium.

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Komplett schwarzer Stealth-Look: das Dimanche 28 Urban wirkt wie aus einem Guss

Der komplett schwarze Stealth-Look sorgt zusätzlich für einen markanten Auftritt. Eine andere Farbvariante gibt es übrigens nicht – das Dimanche Urban ist ausschließlich in dieser Ausführung erhältlich. Dank der einheitlichen Farbgebung wirkt das Rad auch trotz seiner umfangreichen Ausstattung auch überraschend aufgeräumt und wie aus einem Guss. Schutzbleche, Gepäckträger oder Federgabel fügen sich optisch gut ins Gesamtbild ein, ohne den cleanen Eindruck zu stören.

Dass es sich um ein E-Bike handelt, erkennt man spätestens beim Blick aufs Cockpit. Dort fällt vor allem die große Smartphone-Halterung auf, die recht präsent über dem Vorbau sitzt. Ohne eingesetztes Smartphone wirkt sie optisch etwas klobig, mit eingelegtem Gerät wirkt das Cockpit jedoch deutlich stimmiger und zugleich spürbar moderner.

Ausstattung

Die grundlegende Basis des Dimanche Urban bildet der sauber verarbeitete Aluminiumrahmen. Für ein urbanes E-Bike ist das durchaus sinnvoll: Aluminium ist im Alltag oft härter im Nehmen als Carbon – besonders dann, wenn man häufig mit Schlössern hantiert oder das Rad eng zwischen anderen Fahrrädern parkt.

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Boschs SX-Motor ist schräg verbaut und ermöglicht die gerade Linienführung des Rahmens

Ganz unten im Rahmen sitzt der sportliche Antrieb von Bosch, genauer gesagt der kompakte Performance Line SX-Motor mit 60 Nm Drehmoment. Die Stromversorgung kommt aus dem Unterrohr: hier ist der fest integrierte CompactTube-Akku mit 400 Wh-Kapazität verbaut. Dass sich der Akku zum Aufladen nicht entnehmen lässt, dürfte sicherlich nicht jedem gefallen. Immerhin ist aber der Ladeanschluss einfach erreichbar, zudem lässt sich das System mit dem externen PowerMore 250 Range Extender mit weiteren 250 Wh-Kapazität erweitert.

Am Lenker findet sich das bekannte Purion 200, eine Kombination aus kleinem Display und Bedieneinheit. Den eigentlichen Blickfang bildet jedoch der SmartphoneGrip. Dabei handelt es sich um eine universelle Halterung, in die das Smartphone einfach eingesetzt wird – ohne spezielle Hülle oder Adapter. Der Clou: dank induktiver Ladefunktion wird das Telefon während der Fahrt kabellos aufgeladen. Weniger elegant, aber auch möglich: das Smartphone kann auch über ein Kabel zum Aufladen verbunden werden.

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Auffällig am Cockpit: der zentral platzierte SmartphoneGrip lädt das Smartphone kabellos während der Fahrt

Die Gangwechsel übernimmt eine Kettenschaltung aus der Cues-Serie von Shimano mit zehn Gängen, der Taster dazu befindet sich links am Lenker und verfügt über eine kleine Ganganzeige. Ergänzt wird das Cockpit durch einen kompakten Scheinwerfer von Supernova sowie einen Daumentaster für die absenkbare Sattelstütze. Das Dimanche Urban besitzt nämlich tatsächlich eine solche Vario-Sattelstütze mit 75 Millimetern Hub, die zudem auch noch federt!

Und auch an der Front gibt es Federung: Die Luftfedergabel NRX32 von SR Suntour bietet 40 Millimeter Federweg und ist damit passend auf das Einsatzszenario des Bikes abgestimmt. Mit 50 Millimetern Breite bieten zudem die G-One Comp-Reifen von Schwalbe ausreichend Komfortreserven.

Für den täglichen Pendler-Alltag zeigt sich das Bike ebenso bestens gerüstet: Stabile Aluminium-Schutzbleche gehören ebenso zur Ausstattung wie ein schlanker Gepäckträger am Hinterrad, an dem sich bis zu zwei Taschen mit dem QL3-System befestigen lassen.

Unser Testrad in Größe L brachte fahrfertig dann 21,2 kg auf die Waage – ein durchaus respektabler Wert angesichts der umfangreichen Ausstattung inklusive Federgabel, Dropper-Sattelstütze und stabilen Aluminium-Teilen.

Bedienung

Beim elektrischen System trifft Bekanntes auf eine interessante Neuerung. Das Purion 200-Display hat uns bereits an einer Vielzahl von E-Bikes überzeugt und macht auch hier eine gute Figur. Die Bedienung ist intuitiv, die wichtigsten Informationen bleiben jederzeit im Blick und über die App lassen sich zahlreiche Einstellungen individualisieren.

Spannend wird es durch den SmartphoneGrip. Das Smartphone wird hier einfach horizontal in die Halterung eingeklemmt und sitzt dann überraschend stabil sicher. Praktisch ist vor allem, dass keine spezielle Hülle benötigt wird und viele aktuelle Smartphone-Größen problemlos passen. Optisch ist die Halterung für sich genommen zwar kein Highlight, doch die kabellose Ladefunktion sorgt dafür, dass man sein Smartphone tatsächlich häufig darin platziert – und dann wirkt das Cockpit schon wie eine futuristische Steuerzentrale.

Das große Display ermöglicht eine deutlich übersichtlichere Darstellung der Fahrdaten und eröffnet Funktionen wie Navigation, die über das kleine Purion-Display allein nicht verfügbar sind. Besonders gelungen: Die Steuerung erfolgt weiterhin über die Tasten am Purion, sodass die Hände sicher am Lenker bleiben können.

Auch die mechanischen Bedienelemente geben keine Rätsel auf. Der Schalthebel mit kleiner Ganganzeige arbeitet präzise und liefert einen klaren Druckpunkt, während der Daumentaster die Sattelstütze zuverlässig absenkt und wieder ausfahren lässt.

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Erfreulich: der neu platzierte Ladeanschluss ermöglicht eine mühelose Handhabung!

Eine Verbesserung gegenüber der ersten Generation des Dimanche betrifft den Ladeanschluss. Früher war dieser noch umständlich unter einer Klappe am Tretlager versteckt. Jetzt sitzt er gut erreichbar oberhalb des Motors und wird lediglich von einer Kunststoffkappe geschützt. Eine einfache, aber im Alltag sehr angenehme Lösung.

Fahreindruck

Entsprechend seiner sportlichen Ausrichtung fällt auch die Sitzposition auf dem Dimanche Urban eher gestreckt aus, ohne dabei zu radikal zu werden. Insgesamt gelingt Moustache hier ein gelungener Kompromiss aus Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit, was gut zum Charakter als flotter Stadtflitzer passt.

Zum lebendigen Fahrgefühl trägt auch der Bosch SX Motor bei, der besonders bei einer aktiven Fahrweise sein wahres Temperament zeigt. Hohe Trittfrequenzen liegen ihm dabei besonders: Wer schnell pedaliert, wird mit kräftiger Unterstützung belohnt und erreicht zügig die 25 km/h-Grenze, bei der die Motorunterstützung laut Pedelec-Regeln endet. Da man diese Marke mit dem Dimanche Urban recht häufig überschreitet, fällt positiv auf, wie sanft der Übergang zwischen Unterstützung und freiem Rollen gelingt. Netter Nebeneffekt der zügigen Fahrweise: jenseits der 25 km/h verbraucht der Motor natürlich keinen Strom, was zu einer erfreulich langen Reichweite trotz des eher kompakten Akkus führt.

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Besonders bei aktiver Fahrweise zeigt der Motor im Dimanche 28 Urban sein ganzes Temperament

Akustisch bleibt der Antrieb meist angenehm zurückhaltend – erst unter hoher Last oder an längeren Anstiegen macht sich der Motor dann deutlicher bemerkbar. Angesichts des relativ geringen Gewichts des Bikes und aktiver Fahrweise von Fahrerin bzw. Fahrer reicht einem die Leistung und das Drehmoment im Alltag bestens aus, auch wenn die Werte auf dem Papier mittlerweile eher im Mittelfeld liegen.

Während eine absenkbare Sattelstütze im Gravel-Einsatz oft auf Abfahrten genutzt wird, zeigt sie im urbanen Alltag eine ganz andere Stärke. Gerade an Ampeln erweist sie sich als erstaunlich praktisch, weil man schnell sicheren Bodenkontakt bekommt. Gleichzeitig sorgt ihre integrierte Federung für ein deutliche wahrnehmbares Plus an Komfort.

Unterstützung kommt von der sensibel ansprechenden Federgabel an der Front, die Unebenheiten auf der Straße effektiv glättet. Zusammen mit den breiten G-One Comp-Reifen lassen sich auch rauere Untergründe wie Schotter oder Kopfsteinpflaster deutlich entspannter fahren. In solchen Momenten zahlt sich auch die hochwertige Verarbeitung aus – das Bike wirkt insgesamt sehr solide und bleibt selbst auf ruppigem Untergrund angenehm ruhig.

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Das Dimanche 28 Urban beweist eine gelungene Transformation vom schnellen Gravel-Bike zum sportlichen Urban E-Bike

Fazit

Mit dem Dimanche Urban ist Moustache eine überzeugende Transformation vom schnellen Gravel-Bike zum sportlichen Urban-Bike gelungen. Der lebhafte Bosch SX-Antrieb animiert zu einer aktiven Fahrweise, während Federgabel, gefederte Dropper-Sattelstütze und breite Reifen für überraschend viel Komfort sorgen.

Dazu kommen praktische Alltagsfeatures wie Gepäckträger, Schutzbleche und die clevere Smartphone-Halterung mit kabelloser Ladefunktion. In Summe ergibt sich ein Gesamtpaket, das sich angenehm von vielen anderen Urban Bikes abhebt. Und auch optisch hinterlässt das Rad mit seinem konsequenten Stealth-Look einen bleibenden Eindruck – der für 3.799 Euro zwar kein Schnäppchen ist, angesichts der Ausstattung und des stimmigen Gesamtpakets aber durchaus fair erscheint.

Weitere Infos zum Dimanche 28 Urban gibt es direkt hier auf der Website von Moustache. Dort finden sich auch die Rahmenvariante mit Trapezrahmen des Dimanche Urban sowie die Gravel-Modelle des Dimanche. Wer sich dafür interessiert, sollte auch unsere Tests vom Dimanche 29.2 EQ Gravel Flatbar oder vom Dimanche 29.4 EQ Gravel anschauen.

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