Das Lundi ist für Moustache weit mehr als nur eines von vielen E-Bikes im Programm. Mit diesem Modell ging die französische Marke einst an den Start – und legte damit den Grundstein für ihre Entwicklung zum anerkannten E-Bike-Hersteller. Seitdem ist das charakteristisch gezeichnete Stadtrad eine feste Größe im Sortiment und wurde über die Jahre immer wieder technisch auf den neuesten Stand gebracht. Nun steht die nächste Generation bereit, und die macht einen durchaus interessanten Schritt: Optisch rückt das Lundi mit seinem deutlich schlankeren Rahmen wieder näher an seine Anfänge, technisch dagegen ist so einiges neu.



Premiere für die Hub Line
Den größten Anteil am neuen Erscheinungsbild hat der Antrieb. Erstmals setzt Moustache auf den neuen Bosch Hub Line-Nabenmotor, der mit 45 Nm Drehmoment im Hinterrad sitzt und im Vergleich zu einem klassischen Mittelmotor deutlich weniger Raum im Rahmen beansprucht. Passend dazu verschwindet der kompakte PowerTube-Akku mit 360 Wh Kapazität vollständig im schlanken Unterrohr. Praktisch: Trotz der schlanken Integration bleibt der Akku entnehmbar und kann damit auch unabhängig vom Fahrrad bequem zu Hause geladen werden. Gleichzeitig bringt die neue Antriebslösung einen weiteren Vorteil mit sich: je nach Ausführung soll das neue Lundi laut Hersteller bis zu 3,5 Kilogramm leichter sein als sein Vorgänger.

Noch konsequenter wird der reduzierte Ansatz bei der neuen Singlespeed-Version. Erstmals gibt es das Lundi ganz ohne Gangschaltung, dafür mit einem Gates-Zahnriemen. Gerade für überwiegend flache Strecken und den klassischen Stadtverkehr kann diese Kombination eine interessante Alternative sein – einfach aufgebaut, leise und mit geringem Wartungsaufwand. Wer dagegen häufiger Steigungen fährt oder bei der Übersetzung flexibler bleiben möchte, bekommt das Lundi alternativ mit einer klassischen Kettenschaltung aus Shimanos Cues-Serie mit neun Gängen.



Typisch Lundi
So grundlegend sich der Antrieb verändert hat, so vertraut wirkt der Rest des Fahrrads. Allen voran bleibt natürlich der charakteristische Moustache-Lenker erhalten – der nicht nur die typische Silhouette prägt, sondern auch für die gewohnt aufrechte und entspannte Sitzposition sorgt. Dazu kommen der direkt ins Steuerrohr integrierte Scheinwerfer und die Starrgabel, deren Form sich nahezu nahtlos in die Linienführung des Rahmens einfügt.
Auch bei der Ausstattung bleibt das Lundi ein konsequent auf den Alltag zugeschnittenes Stadtrad. Stabile Schutzbleche gehören ebenso zum Gesamtpaket wie der MIK HD-Gepäckträger, auf dem sich Taschen, Kisten oder auch ein Kindersitz befestigen lassen. Das Rücklicht ist elegant in das hintere Schutzblech integriert, eine gefederte Sattelstütze kümmert sich um zusätzlichen Komfort und neben einem Fahrradständer ist sogar ein Rahmenschloss am Hinterrad bereits serienmäßig an Bord.
Mit 60 Millimetern fallen zudem die Reifen auf den 27,5-Zoll-Laufrädern ausgesprochen breit aus – passend zum komfortorientierten Charakter des Bikes und sicherlich hilfreich auf schlechterem Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Für die Verzögerung sorgen hydraulische Scheibenbremsen von Shimano.
Mehr Auswahl beim Rahmen
Eine weitere Neuerung ist weniger offensichtlich, dürfte im Alltag aber durchaus relevant sein. Während es das bisherige Lundi nur in einer Rahmengröße gab, stehen nun zwei Varianten zur Verfügung. XS/S richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer zwischen etwa 155 und 165 Zentimetern Körpergröße, M/L deckt laut Moustache einen deutlich größeren Bereich von 162 bis 190 Zentimetern ab. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei vergleichsweise hohen 150 Kilogramm, das Bike selbst soll je nach Ausstattung zwischen 23,5 und 24,1 kg wiegen.
Wer das Lundi stärker an den eigenen Alltag anpassen möchte, findet zudem einiges an passendem Zubehör. So gibt es einen MIK-kompatiblen Frontgepäckträger mit eigenem Scheinwerfer, eine Hinterradabdeckung und eine Halterung für ein Bügelschloss. Wer zusätzliche smarte Funktionen möchte, kann das Lundi mit Boschs ConnectModule ausstatten: dieses ergänzt unter anderem Alarmfunktion und GPS-Ortung, während sich mit dem ebenso kompatiblen SmartphoneGrip das Telefon am Lenker befestigen und gleichzeitig kabellos laden lässt.



Launch Edition zum Start
Zum Marktstart bündelt Moustache die genannten Extras in einer auf 270 Exemplare limitierten Launch Edition. Sie kommt in der exklusiven Lackierung Chromatic Blue mit reflektierenden Stickern und bringt das optionale Zubehör bereits mit. Zusätzlich erhält sie eine 10-Gang-Schaltung, während die reguläre Variante mit Kettenschaltung neun Gänge bietet.
Farbenfroh, neu und günstig
Auch bei Farben und Preis setzt das neue Lundi 27 ein erfreuliches Zeichen. Zur Wahl stehen Glossy Avocado, Matt Lavender, Glossy Stone Grey und Glossy Black – eine angenehm farbenfrohe und abwechslungsreiche Palette!



Und auch der Preis macht das neue Lundi interessant: Sowohl die Singlespeed-Version mit Gates-Riemenantrieb als auch das Modell mit 9 Gang-Kettenschaltung kosten 2.399 Euro, die umfangreicher ausgestattete Launch Edition liegt bei 2.899 Euro. Damit präsentiert sich das Lundi nicht nur schlanker, leichter und technisch grundlegend modernisiert, sondern bleibt auch preislich erfreulich bodenständig. Optisch näher an den eigenen Wurzeln, technisch klar in der Gegenwart – zurück in die Zukunft eben!
Mehr Informationen zum neuen Lundi gibt es direkt auf der Website von Moustache. Unseren ausführlichen Test des Bikes gibt es hier zu lesen.






