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gobao e bike system 2026

Mehr als nur ein Motor

Neuer E-Bike-Antrieb: Warum immer mehr Marken auf Gobao setzen

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Wenn über E-Bike-Antriebe gesprochen wird, fallen meist Namen wie Bosch, Shimano oder jüngst natürlich die DJI-Marke Avinox. Doch im Hintergrund etabliert sich zunehmend ein weiterer Anbieter, der künftig eine deutlich größere Rolle spielen dürfte: Gobao. Das chinesische Unternehmen gehört zu einer neuen Generation von Systemlieferanten, die ihre Technik zwar entwickeln und produzieren, als Marke selbst jedoch bewusst eher im Hintergrund bleiben.

Eine Plattform für viele Marken

Erfahrungen sammelte Gobao zunächst durch die Zusammenarbeit mit dem E-Bike-Hersteller Hepha. Die Marke war von Beginn direkter Entwicklungs- und Kooperationspartner des Unternehmens, weshalb das System vielfach auch als „Hepha-Antrieb“ wahrgenommen wurde – so auch in unserem Test des Hepha City 7 Ultra. Dabei stammte die technische Basis von Gobao.

Inzwischen findet sich die Technik jedoch bei immer mehr Herstellern. Zu den Marken, die aktuell im urbanen Bereich auf das System setzen, gehören unter anderem Aventon, Deruiz oder Tarran. Auch wenn viele dieser Namen bislang noch vergleichsweise unbekannt sind, zeigen sie eindrucksvoll die Bandbreite der Plattform. Vom leistungsstarken SUV-Allrounder über urbane Alltagsräder bis hin zum Lastenrad deckt das System nahezu alle relevanten Einsatzbereiche ab.

Mehr Freiheit für Bike-Brands

Während Hersteller bei klassischen Systemen meist ein weitgehend fertiges Gesamtpaket übernehmen, versteht Gobao seine Technik eher als flexible White-Label-Lösung. Und genau hier unterscheidet sich Gobao von vielen etablierten Antriebsanbietern. Die Fahrradmarken können die Antriebe nämlich unter eigenem Namen vermarkten und darüber hinaus individuelle Anpassungen an Hard- und Software vornehmen lassen.

Zwar bleibt die technische Basis des Motors weitgehend unverändert, die Charakteristik des Antriebs kann jedoch an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Auch bei der Integration von Akkus, Displays oder Bedienelementen bietet das System vergleichsweise große Freiheiten. Dadurch entsteht für die Hersteller die Möglichkeit, ein eigenes Antriebserlebnis zu schaffen, ohne selbst einen Motor entwickeln zu müssen.

Leistungsstarke Technik als Basis

Im Mittelpunkt des Systems stehen aktuell zwei Mittelmotoren. Der Gobao P100 liefert bis zu 100 Nm Drehmoment und 750 Watt Spitzenleistung, während der P120 auf 110 Nm Drehmoment und 850 Watt Leistung kommt. Beide Varianten bewegen sich damit klar im Full Power-Segment. Und auch beim Gewicht von rund 2,8 kg und den Abmessungen brauchen sie sich nicht von den Mitbewerbern verstecken.

Bemerkenswert ist dabei, dass Gobao die prestigeträchtige Marke von 100 Nm beim Drehmoment bereits überschritten hatte, bevor entsprechende Systeme anderer Anbieter auf den Markt kamen. Das Unternehmen gehörte damit zu den frühen Vorreitern besonders drehmomentstarker E-Bike-Antriebe.

Doch auch bei Akkus und Ladegeräten setzt Gobao auf Fortschritt: Zur Auswahl stehen Energiespeicher mit 600, 704 oder 804 Wh Kapazität. Besonders bemerkenswert dabei: diese werden mit einem 6 Ampere-Ladegerät geladen, wodurch vergleichsweise kurze Ladezeiten möglich sind – laut Hersteller soll sich der 704 Wh-Akku in rund vier Stunden vollständig aufladen lassen. Gegenüber vielen Konkurrenzsystemen, die noch immer auf 2- oder 4-Ampere-Ladegeräte setzen, bietet das einen deutlichen Zeitvorteil beim Laden.

Mehr als nur ein weiterer Motorenhersteller

Interessant ist Gobao also vor allem deshalb, weil das Unternehmen einen anderen Weg einschlägt als viele etablierte Antriebsanbieter. Anstatt die eigene Marke in den Mittelpunkt zu stellen, versteht sich Gobao als technischer Partner, der Fahrradherstellern eine flexible Plattform zur Verfügung stellt. Diese können den Antrieb nicht nur unter eigenem Namen vermarkten, sondern auch an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen.

gobao e bike system
Gobao bietet Bike-Herstellern vielfältige Optionen zur Individualisierung „ihres” Antriebssystems

Dadurch entstehen Freiheiten, die viele klassische Antriebssysteme so nicht bieten. Gleichzeitig rückt das Bike selbst wieder stärker in den Vordergrund, anstatt primär über den verbauten Motor definiert zu werden. Für die Hersteller dürfte das ein attraktiver Ansatz sein.

Mehr Wettbewerb ist ein Vorteil für Kunden – gleichzeitig lohnt es sich, die Unterschiede zwischen den einzelnen E‑Bikes genauer anzuschauen!

Aus Kundensicht ist dieser Ansatz ebenso interessant, weil er für mehr Vielfalt im Markt sorgt. Grundsätzlich ist zusätzlicher Wettbewerb immer positiv zu bewerten, da er Innovationen fördert und Herstellern neue Möglichkeiten eröffnet.

Anderseits muss man etwas genauer hinzuschauen: während sich beispielsweise ein Bosch-Antrieb unabhängig vom jeweiligen Fahrrad-Hersteller weitgehend identisch bedienen und fahren lässt, können bei einem Gobao-basierten Antrieb trotz gemeinsamer technischer Basis deutlich größere Unterschiede zwischen verschiedenen E-Bikes auftreten. Software, Unterstützungscharakteristik, Bedienkonzept oder die Integration weiterer Komponenten liegen stärker in der Hand des jeweiligen Bike-Herstellers. Für Käufer wird damit das Gesamtpaket aus Fahrrad und Antrieb wichtiger als der Name des Motors allein.

Davon abgesehen wirkt die technische Basis durchaus vielversprechend. Leistungsstarke Motoren, moderne Akku- und Ladetechnik sowie ein modularer Aufbau zeigen, dass Gobao mehr sein möchte als ein weiterer Zulieferer im Hintergrund. Und wie gut das Konzept im Alltag funktioniert, zeigt bereits das Beispiel Hepha. Einen ausführlichen Eindruck davon liefert unser Test des Hepha City 7 Ultra.

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