Im Test: Brooks neuer Cambium C67 Sattel mit den neuen Ergo-Lenkergriffen für Urban Bikes

Passend zur heutigen Veröffentlichung war Brooks im Vorfeld so freundlich, ein Set aus neuem Cambium C67-Sattel und den ebenso neuen und ergonomisch geformten Lenkergriffen für einen Test zur Verfügung zu stellen. So waren beide Teile inzwischen rund einen Monat im Einsatz und haben – soviel kann man schon jetzt verraten – überzeugt!

Mit dem neuen C67-Sattel richtet sich Brooks insbesondere an Pendler und urbane Biker, bei denen eine hohe Alltagstauglichkeit, Komfort und sicherer Halt im Sattel eine wichtige Rolle spielen. Und dafür bietet sich die Cambium-Serie geradezu perfekt an: dank einer elastischen und flexiblen Oberfläche aus vulkanisiertem Naturkautschuk federt der Sattel Unebenheiten gut ab. Ein weiterer Vorteil des Materials ist ihre Robustheit und Wetterfestigkeit.

Der Cambium C67-Sattel im Praxistest

Im Vergleich zum Cambium C17-Sattel – der hier ansonsten privat gefahren wird – ist auch der neue C67 von der Konstruktion und Material weitgehend identisch, im Format hingegen deutlich anders: So ist das C67-Modell kürzer und dafür breiter gebaut, in den Dimensionen eher vergleichbar mit dem Leder-Modell B67. Auch die weit nach unten gezogene Sattelnase erinnert an das Leder-Modell, womit man die neue Cambium-Ausführung durchaus als moderne Interpretation des Klassikers sehen kann.

Mit seiner Breite von 185 mm ist der C67 nun einer der breitesten Sattel im Cambium-Sortiment und wohl auch der bequemste dazu. Zwar vermutet man beim kurzen Drucktest mit dem Finger, dass der Sattel – wie auch die anderen Cambium-Modelle – steinhart sei. Doch sitzt man erstmal darauf, macht sich schnell bemerkbar, wie nachgiebig und komfortabel der Sattel tatsächlich ist. Dies übrigens von Anfang an, die Cambium-Sättel müssen – im Vergleich zu den ledernen Modellen – weder eingefahren noch eingefettet werden. Die Breite des Sattels erweist sich schnell als sehr bequem und passt gut zu einer recht aufrechten Sitzhaltung. Beachten sollte man aber die Länge des Sattels: wie auch der B67 fällt der neue C67 mit 265 mm recht kurz aus. Groß gewachsene Fahrer sollten daher testen, ob sie damit klarkommen – zumindest anfangs fühlte sich der Sattel im Vergleich zum sonst genutzten C17 als etwas zu kurz an. Die deutlich ausgeformte Sattelnase allerdings gibt zusätzlichen Halt und nach kurzer Eingewöhnung fühlte sich auch der Neue vertraut an.

Großes Plus am C67 ist die Oberfläche aus vulkanisiertem Naturkautschuk auch in Hinblick auf die Alltagstauglichkeit: Regen kann dem Sattel so nichts anhaben – man wischt das Wasser weg und fertig, hier wird kein Wasser von der Oberfläche aufgesogen. Zudem ist das Material vor UV-Strahlung geschützt und widerstandsfähig gegen Abrieb, was bei häufiger Nutzung im Freien ebenso von Vorteil ist. Der relativ simple Aufbau des Sattels sorgt dafür, dass es keine mechanisch beweglichen Teile gibt – somit macht der Sattel auch keinerlei Geräusche. In Sachen Gewicht bringt der C67-Sattel 490 g auf die Waage. Damit ist er geringfügig schwerer ist als der zum Vergleich herangezogene C17 (464 g), deutlich leichter hingegen als der gefederte B67 (über 800 g).

Die Ergo-Lenkergriffe im Test

Zu den bisherigen Cambium-Lenkergriffen von Brooks konnte man geteilter Meinung sein: Zweifelsohne sahen sie (anfangs) sehr schön aus und bilden den perfekten Partner zu einem Brooks-Sattel. Allerdings sind die Griffe auch ziemlich hart und bleichen – zumindest die hier genutzten Exemplaren – im Sonnenlicht schnell aus. Mit den neuen Ergo-Griffen sollte dies aber der Vergangenheit angehören. Zum einen ist das Material nun wie der Sattel vor UV-Strahlung geschützt und im bisherigen Nutzungszeitraum ist kein Ausbleichen erkennbar geworden (wobei die Sonnigsten Tage nun auch vorbei sind). Zum anderen macht die ergonomische Form die Griffe nun deutlich komfortabler. Zwar ist der Griff an der Oberseite nach wie vor ziemlich hart, die breite Handballenauflage macht die Nutzung nun aber viel bequemer! Wer den direkten Vergleich zwischen den normalen und den Ergo-Griffen macht, wird danach kaum zu den normalen Griffen zurückkehren wollen. Erwähnenswert sind auch die neuen Endkappen, die nun nicht mehr aus Gummi sondern aus Aluminium gefertigt sind. Damit sehen sie zwar hochwertiger aus, sind aber auch anfälliger für Kratzer. Das Gewicht der Ergo-Lenkergriffe liegt bei 200 g im Paar.

Fazit

Beide Brooks-Neuheiten überzeugten im Test und bringen dabei zwei scheinbar gegensätzliche Welten zusammen: Ergonomische Griffe und breite, bequeme Sättel standen bislang meist im Widerspruch zu einer stylischen Optik. Mit dem C67 und den Ergo-Griffen schafft Brooks nun aber diesen Spagat und beweist, dass sich beide Eigenschaften auch erfolgreich kombinieren lassen. Der neue Sattel ist bequem, robust und alltagstauglich für den täglichen Einsatz in urbanen Gefilden. Einzig die länge des Sattels könnte groß gewachsenen FahrerInnen (über 1,85 m) eventuell zu kurz sein – eine kurze Sitzprobe dürfte da aber schnell Klarheit verschaffen. Gar nicht überlegen braucht man hingegen bei den neuen Ergo-Griffen: diese sind im Grunde in allen Belangen den bisherigen „normalen” Cambium-Griffen überlegen und dürften so nicht nur zum neuen C67 die beste Ergänzung sein.

Mit 120 Euro für den Sattel und 45 Euro für die Lenkergriffe liegen beide Teile im höheren Preissegment – was man von Brooks ja schon gewohnt ist. Die Verarbeitung, Haltbarkeit und insbesondere auch die Optik bieten dafür aber einen guten Gegenwert.

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