Orbea Vibe: Das neue Urban E-Bike von Orbea ist da!

Mit der Modellreihe Gain hat sich Orbea schon 2017 als erster großer Hersteller dem Segment leichter E-Bikes mit dem fast unsichtbarem elektrischen Antrieb von Ebikemotion angenommen – und damit eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Unter dem Gain-Label wurden seitdem sowohl Renn- und Gravel-Bikes als auch Urban Bikes vermarktet. Das aktuelle 2021er Line-up haben wir bereits hier vorgestellt. Dass dabei die Urban-Modellreihe anscheinend ersatzlos eingestellt wurde, bot Raum für Spekulationen bezüglich eines Nachfolgers. Und die Vermutungen dazu haben sich nun bewahrheitet: Orbea bringt unter dem neuen Namen Vibe eine brandneue Serie urbaner E-Bikes an den Start, welche somit den Nachfolger der Gain Urban-Bikes darstellt.

Doch nicht nur der Name ist neu: Das Vibe bringt zahlreiche technische und optische Verbesserungen mit sich, zudem steht neben dem klassischen Diamantrahmen nun auch ein Komfortrahmen mit niedrigerem Oberrohr zur Auswahl. Auch erwähnen muss man, dass im Zuge der neuen Modellreihe ebenso die Preise steigen – was sich durch eine bessere Ausstattung allerdings wieder relativiert.

Orbea Vibe 2021 – was ist neu?

Zu den auffälligsten Neuheiten am Vibe gehört die nun in allen Modellen serienmäßig verbaute Lichtanlage: Hinten ist jeweils ein StVZO-zugelassenes Rücklicht von Lezyne verbaut, welches je nach Modell am Schutzblech oder an der Sattelstütze montiert ist. Vorne gibt es für alle Modelle ein Tagfahrlicht am Steuersatz serienmäßig – hauptsächlich um im Straßenverkehr gesehen zu werden. Zudem gibt es den ebenfalls StVZO-zugelassenen Lezyne-Scheinwerfer Pro E115, welcher je nach Ausstattungsvariante optional oder schon serienmäßig am Bike verbaut ist.

Am Rahmen und Cockpit hat man nun die Kabelführung optimiert, was zu einem cleanen Erscheinungsbild führt und zudem die Leitungen vor Beschädigungen von außen schützt. Schön gelöst ist hier insbesondere die Verlegung der Bremszüge am Lenker, die fast unsichtbar unterhalb des Vorbaus im Rahmen verschwinden. Eine attraktive Lösung, die bislang noch eher selten an Urban Bikes zu finden ist. Und wo wir gerade vom Rahmen sprechen: Dieser wurde auch im Hinblick auf das Gewicht optimiert, wodurch zusammen mit der Carbon-Gabel (jetzt mit Steckachse) rund 500g eingespart werden konnten. Das Gesamtgewicht der Bikes liegt nun je nach Ausstattung zwischen 15 und 17 kg.

Beim Antrieb kommt das neue X35+ System von Mahle (ehemals Ebikemotion) zum Einsatz. Neben Verbesserungen am Motorgehäuse, welches stabilere Laufräder ermöglicht, ist dabei vor allem eine Sache interessant: eine neue Simulation zur Messung des Drehmoments soll für ein natürlicheres Fahrgefühl sorgen und dabei in Sachen Akkuverbrauch effizienter arbeiten. Der Akku selbst hat weiterhin 248 Wh Kapazität und ist fest im Unterrohr verbaut, optional lässt sich die Reichweite mit dem bekannten Range Extender um 209 Wh erweitern.

Überdacht wurde die Steuerung des Antriebs: bisher existierte an den Gain-Modellen ein Schalter namens iWoc One am Oberrohr und zudem der komfortable iWoc Trio-Schalter am Lenker. Letztlich eine unnötige Redundanz, wodurch man den Schalter am Oberrohr kaum nutzte – zumal der Schalter am Lenker auch mehr Funktionen wie z. B. die Schiebehilfe bot. Nur konsequent, dass Orbea nun auf den iWoc One komplett verzichtet und die Bedienung ausschließlich über den Lenkerschalter laufen lässt!

Für ein Plus an Fahrkomfort im städtischen Verkehr sorgt die nun breitere Bereifung mit 45 mm, bei Fahrten am Berg wird man sich zudem über die größere Bandbreite der Kettenschaltung mit jetzt 10 bzw. 12 Gängen freuen: So hat das vordere Kettenblatt weiterhin 42 Zähne (es gibt keine Modelle mit Zweifach-Kettenblatt vorne mehr), wohingegen die Kassette mit 11-46 bzw. 11-51 Ritzeln das Vibe auch am Berg deutlich besser aussehen lassen dürfte. Als Schaltungskomponenten werden je nach Modell die Serien Deore oder XT von Shimano verbaut, was insbesondere bei den Einstiegsmodellen eine deutliche Verbesserung darstellt. Bei den Bremsen ist man auf Magura gewechselt, bei den Topmodellen kommt damit sogar eine 4-Kolben-Bremse am Vorderrad zum Einsatz.

Die einzelnen Modelle der Orbea Vibe-Serie

Im Wesentlichen gibt es die neuen Vibe-Modelle in zwei Modellreihen mit jeweils verschiedenen Ausstattungs-Varianten. Das Vibe H30 ist dabei das günstigere Modell mit etwas preiswerterer Ausstattung, das Vibe H10 hingegen stellt das Topmodell dar. Die Unterschiede beider Modellreihen sind wie folgt:

ModellreiheVibe H10Vibe H30
SchaltungShimano XT mit 12 GängenShimano Deore mit 10 Gängen
BremsenMagura MT5 E-Stop
4-Kolben Scheibenbremsen
Magura MT30
2-Kolben Scheibenbremsen
SattelBrooks CambiumSelle Royal Lift
GriffeBrooks CambiumOC Foam
ReifenKenda K1052, 45mm breit, TLRKenda K1052, 45mm breit
Rahmenfarben54

Bei den Ausstattungs-Varianten gibt es bei der H30-Modellreihe das „nakte” Bike sowie ein EQ-Modell mit Schutzblechen, Scheinwerfer und Gepäckträger. Bei den H10-Modellen sind die Schutzbleche in Rahmenfarbe lackiert und es gibt zudem ein MUD-Modell – dieses kommt mit Schutzblechen und Scheinwerfer, aber ohne einen Gepäckträger. Wer einen solchen möchte, greift zum H10 EQ und bekommt zusätzlich eine praktische Gepäcktasche, die sich ganz einfach in einen Rucksack verwandeln lässt. Die Unterschiede aller Ausstattungsvarianten gibt es hier in der Übersicht:

VarianteH10 EQH10 MUDH10H30 EQH30
Schutzblecheja, lackiertja, lackiertja, schwarz
Tagfahrlichtjajajajaja
Rücklichtjajajajaja
Scheinwerferjajaja
Gepäckträgerjaja
Gepäcktascheja
Ständerjajaja

Alle genannten Konfigurationen lassen sich übrigens auch noch anpassen – so lässt sich beispielsweise der Lezyne-Scheinwerfer auch mit einem nackten H10/H30-Modell bestellen.

Indiviuelles Design dank MyO

Das Individualisierungsprogramm MyO wird nun auch auf die neuen Vibe H10-Modelle ausgeweitet: Dies bedeutet, dass man sich sein persönliches Wunschrad zusammenstellen kann. Zwar stehen einem auch hier nur die regulären Farben zur Auswahl (Nachtschwarz, Blau, Urban Green, Dunkelrot Metallic und Hellgrün) – doch lassen sich Gabel, Schutzbleche und Rahmen in verschiedenen Farben konfigurieren, zudem kann man Farbe von Sattel und Griffen anpassen, Kontrast-Details wählen und andere Reifen festlegen. Die Möglichkeiten werden damit (fast) grenzenlos!

MID, der neue Komfortrahmen

Während die Gain-Bikes nur mit Diamantrahmen erhältlich waren, setzt man beim neuen Vibe nun auf zwei Rahmenmodelle. Zum einen der klassische Diamantrahmen, zum anderen ein neuer Komfortrahmen für einen niedrigeren Einstieg. Eine attraktive Alternative für alle, die einfach bequemer auf- und absteigen möchten oder z. B. wegen eines Kindersitzes einen niedrigeren Rahmen benötigen. Diese Modelle sind mit dem Zusatz MID gekennzeichnet und auch in allen oben genannten Konfigurationen erhältlich.

Preise

Das günstigste Einstiegsmodell ist nun das Vibe H30, welches 2.299 Euro kostet. Das H30 EQ mit Commuter-Ausstattung liegt bei 2.599 Euro. Die H30-Modellreihe startet dann bei 2.999 Euro, das H30 MUD ist für 3.199 Euro zu haben und das voll ausgestattete H30 EQ kostet 3.299 Euro.

Damit sind die Räder im Vergleich zu den Gain-Modellen aus dem aktuellen Jahrgang teurer geworden (hier lagen die Preise zwischen 1.999 Euro und 2.699 Euro), allerdings hat sich nun auch die Ausstattung verbessert. Und da zudem aufgrund der aktuell hohen Nachfrage derzeit fast alle E-Bikes im Preis tendenziell nach oben gehen, sind die neuen Vibe-Modelle somit nach wie vor ein attraktives Angebot.

Fazit

Mit dem Vibe macht Orbea einen großen Schritt nach vorne und spendiert dem neuen Modell viele sinnvolle Features für urbane RadfaherInnen. Neben der serienmäßigen Beleuchtung dürfte sich auch die verbesserte Schaltung in der Praxis oft auszahlen – und die zweite Rahmenoption war fast schon überfällig. Dass sich mit dem MyO-Program die Räder nun auch umfangreich individualisieren lassen, ist dann das Sahnehäubchen obendrauf.

Alle weiteren Informationen und Konfigurationsmöglichkeiten zu den neuen Vibe-Modellen gibt es direkt auf der Website von Orbea.

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