Im Test: Die minimalistische Fahrradklingel Knog Oi Luxe

Mit der Knog Oi kam 2016 eine Fahrradklingel auf den Markt, die für viel Aufsehen sorgte – eben weil sie nicht wie eine Fahrradklingel aussieht! Ziel der Entwickler war es, formal eine neue und unauffällige Umsetzung einer Fahrradklingel zu finden. Und das Ergebnis kommt gut an: Die Oi  ähnelt formal einem breiten Ring aus Aluminium und integriert sich dadurch absolut unauffällig am Lenker des Fahrrads.

Seit Ende letzten Jahres ist nun zusätzlich die hier getestete Knog Oi Luxe erhältlich: Eine neue Variante mit hochwertigerem Hebel – sozusagen die Luxusvariante der normalen Oi-Klingel. Bei jener wurde teils der Hebelmechanismus mit seiner Feder kritisiert, weswegen der Hebel für die Oi Luxe komplett neu konstruiert wurde. Grundsätzlich eine gute Sache, allerdings auch nicht ganz ohne Probleme wie sich am ende des Tests zeigen sollte.

Doch zunächst zur Verarbeitung: Die ist passend zum Namen tadellos und wirkt wirklich hochwertig. An der Innenseite der Klingel befindet sich ein Kunstlederband um sicheren Halt zu gewährleisten sowie Kratzer am Lenker zu vermeiden. Zur Befestigung lässt sich der untere Teil der Klingel abnehmen und präzise per Inbusschraube befestigen. Als pfiffiges Detail ist – wie schon bei der regulären Oi-Variante – eine Aussparung zur Kabelführung am Lenker integriert. Der obere und sichtbare Teil der Klingel ist federnd gelagert und dient als Resonanzfläche. Filigran wirkt der neu konstruierte Hebelmechanismus, welcher aus nur einem gebogenen Draht besteht; allerdings ist er präzise zu bedienen und vermittelt durchaus einen stabilen Eindruck.

Abgesehen von Design, Verarbeitung und Haptik sollte eine Klingel jedoch insbesondere in einem Bereich überzeugen: beim Klang! Der ist zwar durchaus angenehm, aber etwas hell und könnte durchaus auch lauter sein. So wird man zwar in ruhigerem Umfeld von Passanten meist rechtzeitig wahrgenommen. In lauter Umgebung hingegen geht der helle Klingelton recht häufig in der Masse an Geräuschen unter.

Einen Eindruck vom Klangbild der Knog Oi Luxe Klingel vermittelt diese Audioaufnahme (die Lautstärke der Klingel lässt sich anhand solch einem Soundfile natürlich nicht vermitteln):

Soundbeispiel der Knog Oi Luxe

Eher als kleiner Schönheitsfehler ist zu werten, dass der Messing-Klöppel schon nach kurzer Zeit seine Spuren am Kontaktpunkt der Klingel-Oberfläche hinterlässt. Dies dürfte insbesondere an den schwarz eloxierten Modellen auftreten, bei den silbernen Varianten der Knog Oi Luxe hingegen weniger sichtbar (und sicherlich schon gar nicht bei der Version mit Messingoberfläche).

Mit einem Preis von rund 30 bis 40 Euro gehört die Knog Oi Luxe zu den teureren Vertretern ihrer Zunft – auch hier wird sie also ihrem Namen gerecht. Dafür wirkt sie auch tatsächlich edel und ist hochwertig verarbeitet, einzig der (subjektiv) etwas zu leise Klingelton trübt die Freude. Wer mit diesem Kompromiss auskommt, erhält eine maximal minimalitische Klingel die sich unauffällig ins Lenkercockpit des Fahrrads integrieren lässt.

Nicht verschwiegen werden soll jedoch auch folgendes Malheur: Durch eine ungeschickte Bewegung beim Aufsteigen aufs Fahrrad kam es zu einer kurzen Berührung zwischen Klingel und Knie. Dadurch wurde der Hebelmechanismus der Klingel minimal verbogen und hat nun ein Spiel von rund 5 mm, was sich durch dauerndes Anschlagen des Klöppels bei jeder kleinsten Bodenwelle bemerkbar macht. Der Hebel selbst lässt sich leider weder demontieren noch wieder passend zurechtbiegen – somit scheint das Ende der Klingel überraschend früh gekommen zu sein. Schade!

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