Solides Alltagsrad für kleines Geld

Alleskönner zum kleinen Preis: das Decathlon E-Bike Elops LD500E im Test

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Mit dem Elops LD500E hat der Sport- und Outdoor-Spezialist Decathlon ein interessantes und attraktives Urban E-Bike im Angebot: Es kommt mit einer alltagstauglichen Ausstattung, verfügt über einen Motor mit Drehmomentsensor und hat zudem einen großen und herausnehmbaren Akku. Typisch für die Franzosen ist natürlich auch der günstige Preis, der beim LD500E aktuell bei 1.699 Euro liegt. Ob das Bike mit diesen Fähigkeiten aber auch in der Praxis punkten kann, soll dieser Test zeigen.

Design

Ziemlich elegant steht es da, das Elops LD500E – was insbesondere auf den unauffällig integrierte E-Antrieb zurückführen ist. So kommt hier anstatt eines meist klobigen Mittelmotors am Tretlager ein Nabenmotor im Hinterrad zum Einsatz. Verglichen an anderen Motoren dieses Typs ist dieser zwar etwas groß geraten, verschwindet aber trotzdem unauffällig hinter der Kassette der Schaltung.

Zudem ist der Akku im Unterrohr integriert und fällt damit kaum auf – zumindest in der Seitenansicht. Schaut man hingegen von oben aufs Rad, wölbt sich dieser Bereich deutlich erkennbar in die Breite. Die Abdeckung des Akkus ist an der linken Seite angebracht und in Rahmenfarbe lackiert, war aber leider nicht ganz bündig montiert. Und während der Rahmen des Testrads metallisch in anthrazitgrau schimmert, sind alle Anbauteile sind in neutralem schwarz gehalten. Ebenso die Gabel und die Unterseite des Unterrohrs, wodurch der Rahmen selbst nochmals etwas schlanker wirkt.

Entgegen dem derzeitigen Trend sind alle Kabel und Leitungen am Cockpit offen sichtbar verlegt, was sicherlich auch dem Ziel eines möglichst niedrigen Verkaufspreises geschuldet ist. Vorteil dieser Bauweise ist immerhin eine einfachere Handhabung, falls mal etwas getauscht oder geändert werden muss. Und wo wir gerade beim Cockpit sind: im Vergleich zu den restlichen Bestandteile des elektrischen Antriebs ist das Display am Lenker leider deutlich zu groß geraten – hier hätte ein dezenteres Modell wirklich besser zum Bike gepasst!

Ausstattung

Wie schon eingangs erwähnt, hat man dem Elops LD500E eine alltagstaugliche Ausstattung spendiert – und die ist wirklich umfangreich. So kommt das Bike mit einer StVZO-konformen Lichtanlage aus der AXA Blueline-Serie, stabilen Schutzblechen und einem ebenso robust konstruierten Gepäckträger, der für Lasten bis 27 kg ausgelegt ist. Löblich: auch an einen Seitenständer, eine Klingel und sogar an Ergo-Griffe wurde gedacht!

Als Schaltung kommt hier eine Kettenschaltung mit 8 Gängen zum Einsatz, die mit BTWIN by Microshift bezeichnet ist. Hersteller ist also microSHIFT, auf den in letzter Zeit immer mehr Fahrradmarken zurückgreifen. Grundsätzlich handelt es sich um eine Serie aus dem Einsteigerbereich, was ebenso für die hydraulischen Scheibenbremsen von Tektro gilt.

Herzstück des elektrischen Antrieb ist ein Nabenmotor von Vision Industry, einem Hersteller der hierzulande bislang kaum am Markt präsent ist. Das Drehmoment des Motors ist mit 45 Nm angegeben, was durchaus im oberen Bereich dieser Art von Motoren liegt. Dies erklärt dann wohl auch das vergleichsweise große Gehäuse des Motors und sein hohes Gewicht von rund 3 kg.

Der Akku bietet eine Leistung von 500 Wh, was ebenso im oberen Bereich liegt. Zudem lässt sich dieser aus dem Rahmen herausnehmen, was eine deutlich angenehmere Handhabung beim Aufladen ermöglicht. Interessant ist die Steuerung des Antriebs: im LD500F ist dafür ein Drehmomentsensor im Tretlager verbaut, der ein möglichst natürliches Fahrgefühl vermitteln soll. Bedeutet: tritt man stark in die Pedale, unterstützt auch der Motor entsprechend stark – ganz so, wie man es vom normalen Fahrrad kennt. Während diese Technologie in der Vergangenheit meist nur in teuren E-Bikes anzutreffen war, hält sie nun auch Einzug in diesem preisgünstigen Segment.

Bedienung

Das bereits kritisierte Display zeigt Grundfunktionen zu Geschwindigkeit, gefahrenen Kilometern sowie den Status von Akku, Beleuchtung und der Fahrstufen an und hat zudem die Taster zur Bedienung des Antriebs integriert. Über eine App-Anbindung verfügt der das Antriebssystem übrigens nicht, man muss also mit den Informationen des Display auskommen – welche aber durchaus ausreichend sind. Die Anzeige des beleuchteten Displays ist auch bei Sonneneinstrahlung ausreichend gut ablesbar, bei den kalten Temperaturen während des Tests war es aber manchmal für kurze Zeit beschlagen.

Die Position des Displays am Lenker ist gut gewählt und die vier Taster lassen sich bequem mit dem linken Daumen erreichen. Zudem sind deren Funktionen weitgehend selbsterklärend: Ein-Aus und das Licht haben einen jeweils eigenen Taster, die verbleibenden beiden dienen zur Steuerung der drei Fahrmodi (Eco, Standard und Boost). Außerdem verfügt das System auch über einen Schiebemodus.

Dass der Akku des LD500E zum aufladen entnehmbar ist, wurde schon positiv erwähnt. Gleichzeitig kann man kritisieren, dass Decathlon dem Bike selbst nicht auch eine Ladebuchse spendiert hat – man ist also stets gezwungen, den Akku herauszunehmen. Dank der präzisen Befestigungsmechanik gelingt dies immerhin mühelos und schnell, zudem klappt beim herausnehmen ein praktischer Tragegriff am Akku heraus. Damit lässt sich die 3,1 kg schwere Batterie bequem tragen und dank der ebenen Unterseite auch sicher abstellen.

Ein Wort sollte dann auch noch zur microSHIFT-Schaltung gesagt werden, denn im Vergleich zu vielen Shimano-Schalthebeln funktioniert diese etwas anders. Anstatt nur mit dem Daumen bedient man diesen Trigger sowohl mit Daumen als auch dem Zeigefinger. Nach kurzer Eingewöhnung stellt dies aber keinen Nachteil dar und die Bedienung der Schaltung geht gewohnt einfach von der Hand.

Fahreindruck

Die umfangreiche Ausstattung und der vergleichsweise schwere Motor, gepaart mit dem großen Akku, ergeben ein Gewicht des Elops LD500E von 23,8 kg (gewogen in Rahmengröße M). Damit ist das Bike definitiv kein Leichtgewicht – und überraschte bei der Testfahrt gerade deshalb positiv!

Zwar ist das Bike durch seine Masse und die eher aufrechte Sitzposition vor allem in Kurven nicht als besonders flink und agil zu beschreiben, dennoch wirkt es im Antritt sehr direkt und beschleunigt bei Bedarf mit Nachdruck bis zur Grenze von 25 km/h (und sogar noch etwas darüber hinaus). Hier zeigt sich der Vorteil des Drehmomentsensors, der die Leistung des Motors synchron Kraft auf dem Pedal bereitstellt. Die kaum wahrnehmbare Lautstärke des Antriebs gibt einem dabei das Gefühl, stets mit einer Brise Rückenwind unterwegs zu sein – was auch dazu beiträgt, dass einem das Bike alles andere als behäbig vorkommt.

Die Unterstützung der drei Fahrstufen gut voneinander abgegrenzt: während man im Eco-Mode nur sanft die Hilfe des Motors spürt, steigt diese mit den anderen beiden Modi jeweils spürbar an. In die höchste Boost-Stufe schaltet man dann spätestens an steilen Steigungen, die traditionell eine Herausforderung für Nabenmotoren darstellen. Hier schlägt sich der Motor respektabel und schaffte im Test auch Anstiege mit bis zu 15% Steigung.

Besser aufgehoben ist das Bike allerdings in gemäßigterem Terrain. Und dort erweist sich das Elops LD500E dank seiner komfortablen Sitzposition als passender Partner für die alltäglichen Pendlerstrecken. Der bequeme Sattel, ein breiter Lenker und die Ergo-Lenkergriffe unterstützen dies, ebenso die als Eigenmarke deklarierte und mit 38 mm ausreichend breite Bereifung. Der Grip dieser Reifen könnte allerdings durchaus besser sein. Ein Umstand, der sich aber verschmerzen lässt – schließlich ist ein Reifen recht einfach gegen ein besseres Model ausgetauscht.

Decathlon Elops LD500E Test Urban E Bike Look
Gutes Gesamtpaket: das Elops LD500E

Fazit

Mit seiner kompletten Ausstattung, einem gutmütigen Fahrverhalten und der soliden Bauweise scheint das Elops LD500E wie gemacht für alle, die einfach ein praktisches E-Bike suchen – dafür aber keine Unsummen ausgeben und trotzdem ein schickes Bike fahren möchten. Die Bedienung des Rads ist einfach, das Handling des Akkus ebenso. Und trotz des vergleichsweise schweren Gewichts lässt sich das Bike durchaus flott bewegen, zumal der Antrieb sehr direkt und dabei angenehm leise arbeitet. Dass man den Akku nicht auch direkt im Bike selbst aufladen kann, bleibt somit einer der wenigen Kritikpunkte. Allerdings braucht man bei einem Preis von 1.699 Euro auch nicht zu kleinlich sein – denn dieses Angebot ist wirklich gut! Das Elops LD500E (auch erhältlich mit Trapezrahmen) kann direkt hier bei Decathlon online bestellt werden; entweder direkt zu sich nach Hause oder in eine der nächstgelegenen Filialen zur Abholung.

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2 Kommentare zu „Alleskönner zum kleinen Preis: das Decathlon E-Bike Elops LD500E im Test“

  1. Wenn das Display so „grottig“ aussieht… kann man das abnehmen und ohne Display fahren? Das geht ja bei vielen E-Bikes, bei denen man lediglich die Tasten zum Schalten benötigt. Oder sind die Tasten hier in das Display integriert?

  2. UrbanBike.News | Oliver

    Leider nicht, die Tasten sind integriert. Man muss sich also damit abfinden 😉 Aber wqie im Text zu lesen: funktional gibt es da wenig auszusetzen, ist nur optisch nicht so schön gelöst.

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