Alles elektrisch: Canyons Elektro-Offensive für urbane Mobilität

Es lag irgendwie in der Luft: Schon mit Erscheinen des elektrischen Modells Roadlite:ON vor einem Jahr war klar, dass über kurz oder lang auch ein reinrassiges Urban Bike mit elektrischer Unterstützung von Canyon kommen muss. Zwischenzeitlich brachte man dann mit dem Pathlite:ON ein eher touren-orientiertes Bike und nun ist es endlich soweit: Es war sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn mit gleich zwei neuen Modellreihen und einer spannenden Zukunftsvision macht Canyon deutlich, dass man sich mit dem Thema der urbanen Mobilität durchaus intensiv beschäftigt hat.

Beide neuen Modellreihen verfolgen dabei unterschiedliche Konzepte, was sich letztendlich auch beim Preis zeigt: So zeigt die neue Precede:ON-Linie das, was momentan State of the Art ist: Vom ultrastarken Mittelmotor, übe reinen leichten Carbon-Rahmen mit integrierter Vorbau-Lenker-Einheit zeugt man, was alle möglich ist. Daneben gibt es die gemäßigtere Commuter:ON-Serie, die einige Ähnlichkeiten zum schon angesprochenen Roadlite:ON bietet. Hier setzt man auf einen kompakten und leichten Antrieb, der Rahmen ist dabei aus Aluminium gefertigt.

Stichwort Rahmen: Beide Serien kommen mit klassischem Diamantrahmen sowie einer Variante mit Trapez- bzw. Tiefeinsteiger-Rahmen für komfortablen Ein- und Ausstieg. Doch schauen wir uns die Modellreihen im Detail an:

Canyon Precede:ON

Als „Rundum-Sorglos-Paket für die Stadt“ beschreibt Canyon selbst die neue Modellreihe, was auch zutreffend sein dürfte: Als Antrieb kommt der Bosch Performance Line CX Antrieb zum Einsatz, der Power im Überfluss bieten dürfte – aber lieber zu viel Leistung als zu wenig, dürfte hier das Motto gewesen sein. Zudem handelt es sich dabei auch um die derzeit neueste und kompakteste Motor-Generation von Bosch, was sicherlich ebenso ein Grund für den Einsatz dieses Antriebs war.

Kombiniert wird der Antrieb je nach Modell mit modernem Zahnriebmen von Gates und der stufenlosen Enviolo CA Automatikschaltung beim Precede:ON CF 9 oder mit einer Shimano Deore XT-Kettenschaltung beim Precede:ON CF 8 mit 12 Gängen. Als Akku kommt stets das InTube-Modell von Bosch mit 500 Wh zum Einsatz, welches im Rahmen integriert ist – zum Aufladen allerdings jederzeit entnommen werden kann.

Optisches Highlight ist sicherlich die integrierte Vorbau-Lenker-Einheit, die das Rad wie aus einem Guss wirken lässt. Mittig positioniert ist dabei das neue Bosch Kiox-Display, welches Auskunft über die Fahrtdaten gibt. Offene Kabel oder Züge sucht man übrigens vergebens: In Zusammenarbeit mit TRP hat Canyon eigene Bremshebel entwickelt, welche die Bremsleitungen intern verstecken – das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Leitungen bestmöglich geschützt sind.

Trotz des Carbonrahmens ist das Gewicht der Precede:ON – allein schon aufgrund des Antriebs – nicht zu unterschätzen. Und auch beim Preis zeigt sich, dass wir es hier mit den Topmodellen zu tun haben. So wiegt das Precede:ON CF 9 mit Zahnriemen und Automatikgetriebe stattliche 22.15 kg und kostet 4.869 Euro. Geringfügig leichter ist das Precede:ON CF 8 mit 21.06 kg, der Preis liegt hier bei 4.189 Euro. Neben dem Diamantrahmen gibt es die Bikes auch mit Trapezrahmen, als Farben stehen Champagne und Anchor Grey zur Auswahl.

Ausführlichen Infos zum neuen Precede:ON gibt es in diesem eigenen Artikel.

Canyon Commuter:ON

Leichter und erschwinglicher sind die Modelle der neuen Commuter-Serie. Als Antrieb kommt hier der kompakte Mittelmotor von Fazua zum Einsatz. Dieser liegt bei den Leistungsdaten zwar deutlich hinter Boschs CX-Antrieb, allerdings dürfte er immer noch genügend Leistung bieten – zumal das ganze Commuter-Bike mit 17.6 kg auch deutlich leichter ist. Der integrierte Akku hat hier eine Kapazität von 250 Wh und ist ebenfalls zum aufladen entnehmbar.

Auch beim Commuter gibt es die neue 12-Gang Shimano XT-Schaltung, allerdings wird keine Alternative mit Nabenschaltung und Zahnriemen angeboten. Dies ist wirklich schade, da doch gerade im urbanen Einsatz die Vorteile einer gekapselten Nabenschaltung und erst recht die des sauberen Zahnriemens voll zum tragen kommen. Warum Canyon hier also auf diese Option verzichtet, scheint aktuell unklar.

Das Cockpit bietet hier zwar nicht die konsequente Integration wie sie beim Recede:ON zu sehen ist, aber dennoch gibt es auch hier eine neue Lösung: Lenker und Vorbau bilden eine Einheit, welche mittig an der Front geöffnet ist. Hier gehen alle Leitungen in den Rahmen, was ebenso für einen cleanen Look und hohen Schutz sorgt.

Das Commuter:ON 7 ist in den beiden Farben Chamagne und Dark Navy zu haben und kostet 3.219 Euro. Neben dem Diamantrahmen gibt es das Bike auch mit Trapezrahmen.

Ausführlichen Infos zum neuen Commuter:ON gibt es in diesem eigenen Artikel.

One more thing …

Kommt jetzt auch noch ein Auto von Canyon? Man könnte es meinen, aber tatsächlich handelt es sich bei diesem Future Mobility Concept eher um ein E-Bike in Form eines Autos. Man muss in die Pedale treten und die Lenkung befindet sich wie bei vielen Liegerädern unter bzw. neben dem Fahrersitz. Als FahrerIn sitzt man dabei aber in einer umschlossenen Kapsel, die vor Wind und Wetter schützt und zudem genügend Platz für ein Kind, den Einkauf vom Supermarkt oder etwas Gepäck bietet. Bei der Konzeptstudie handelt es sich um eine Vision, wie man das Thema urbane Mobilität künftig erweitern könnte – von einer konkreten Umsetzung bzw. Produktion ist bislang aber keine Rede. Wer sich detaillierter mit dem Thema beschäftigen möchte, findet hier bei Canyon alle Infos zum Future Mobility Concept.

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